Stammbaum der Familie Willamowski

Prof. Dr. Johann Thomasius

Prof. Dr. Johann ThomasiusAge: 54 years16241679

Name
Prof. Dr. Johann Thomasius
Name prefix
Prof. Dr.
Given names
Johann
Surname
Thomasius

Matthias Jonsohn

Name
Matthias Jonsohn
Given names
Matthias
Surname
Jonsohn

Johannes Thom?

Name
Johannes Thom?
Given names
Johannes
Surname
Thom?

Johannes Thomas

Name
Johannes Thomas
Given names
Johannes
Surname
Thomas
Birth August 28, 1624 37 27
Birth of a sisterMartha Thomae
October 15, 1626 (Age 2 years)
Death of a paternal grandmotherSara Meise
July 1627 (Age 2 years)

Burial of a paternal grandmotherSara Meise
July 30, 1627 (Age 2 years)

Death of a fatherDr. Michael Thomasius
November 14, 1631 (Age 7 years)
Death of a motherAnna Schultheiss
October 1, 1633 (Age 9 years)

Education
Studium
1640 (Age 15 years)
School or college: Universität
MarriageMarie Elisabeth von BohnView this family
September 25, 1653 (Age 29 years)

Birth of a daughter
#1
Magdalena Sibylle Johanna Thomasius
February 18, 1660 (Age 35 years)
Death of a wifeMarie Elisabeth von Bohn
April 19, 1664 (Age 39 years)
Burial of a wifeMarie Elisabeth von Bohn
after April 19, 1664 (Age 39 years)
Cemetery: Dreieinigkeitskirche (Gesandtenfriedhof)
Death of a sisterAnna Thomasius
July 30, 1669 (Age 44 years)
Marriage of a childBaron Johann Friedrich Bachoff von EchtMagdalena Sibylle Johanna ThomasiusView this family
May 23, 1678 (Age 53 years)
Associate

Note: Sehr bald erwarb er sich das Zutrauen des Herzogs, soda? ihn dieser schon zu Anfang 1653 neben dem coburgischen Kanzler Aug. Carpzov als Reichstagsgesandten nach Regensburg schickte und ihn im Sommer des n?chsten Jahres zum alleinigen Gesandten beim Reichsdeputationstag in Frankfurt a. M. bestellte.
Death March 2, 1679 (Age 54 years)
Family with parents - View this family
father
mother
Marriage: June 15, 1618Leipzig
2 years
elder sister
2 years
elder brother
2 years
himself
-5 years
elder brother
8 years
younger sister
Family with Marie Elisabeth von Bohn - View this family
himself
wife
Marriage: September 25, 1653
daughter
daughter

Associate
Sehr bald erwarb er sich das Zutrauen des Herzogs, soda? ihn dieser schon zu Anfang 1653 neben dem coburgischen Kanzler Aug. Carpzov als Reichstagsgesandten nach Regensburg schickte und ihn im Sommer des n?chsten Jahres zum alleinigen Gesandten beim Reichsdeputationstag in Frankfurt a. M. bestellte.
Note
Note
Thom?: Johannes Th., Staatsmann, auch Thomas und latinisirt Thomasius, wie denn die Angeh?rigen des Geschlechtes unter den Trauergedichten der Leichenrede sich aller drei Namensformen bedienen, wurde am 28. August 1624 als Jüngerer Sohn des Anwaltes und st?dtischen Consulenten Michael Th. in Leipzig geboren und verlor fr?h seine Eltern, worauf die Gro?mutter, Martha Schulthe?, die Wittwe eines Advocaten und kurSächsischen Rathes, sich der Erziehung der beiden verwaisten Knaben treulich annahm. Sie lie? den Jüngeren und seinen Bruder Jakob (? 1684), den nachherigen Vater des berühmten Christian Thomasius, zun?chst durch Privatlehrer unterrichten und ?bergab sie 1636 dem Gymnasium in Gera. 1640 bezogen sie die Wittenberger Hochschule. Dort lag Johannes Th. neben rechtswissenschaftlichen auch eifrig geschichtlichen Studien ob und besuchte hierauf,während sein Bruder in Wittenberg zurückblieb, allein noch die Universitäten Leipzig (1641) und Jena (1644), ?berall bestrebt, durch h?ufige Disputationen sich in der Kunst gewandter Rede weiterzubilden. Auf der letzteren Hochschule ?bernahm er zudem eine Hofmeisterstelle bei Hermann v. Wolframsdorf, späterem kurSächsischem Oberhofmarschall und Geheimrath, erhielt nach zwei Jahren von der juridischen Facult?t die Erlaubni?, Vorlesungen zu halten und als Pr?ses Disputations?bungen zu leiten, erwarb sich 1648 den Grad eines Doctors der Rechte und wurde 1650 zum ordentlichen Professor und zum Assessor des Hofgerichtes und des Sch?ppenstuhles ernannt. Ungemein th?tig in seinem Lehramt ? er las t?glich f?nf bis sechs Stunden - wie als Referent bei dem letzteren Gerichte, geno? er die Hochachtung seiner Collegen und gewann in reichem Ma?e den Beifall der Studirenden; denn er las nicht vor leeren B?nken, nicht, wie viele, vor den neun Musen, sondern vor einer Menge von Zuh?rern, die der H?rsaal kaum fassen konnte. ? Nur ungern entsagte er diesem stillen und fruchtbaren Wirkungskreise, um als Hof- und Justizrath einem Rufe des Herzoges Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg zu folgen; nachdem er aber einmal (26. Januar 1652) in die staatsm?nnische Laufbahn eingetreten war, verfolgte er sie mit gewohnter Ausdauer und mit fast g?nzlichem Verzicht auf die bisher ge?bte litterarische Th?tigkeit. Zwar ver?ffentlichte er noch eine Abhandlung de noxa animalium (1653), aber eine umf?nglichere Arbeit, eine mit Beziehung auf die neuere Zeit unternommene Sammlung kirchenrechtlicher Gesetze, gelangte nicht mehr zum Abschlu?. Sehr bald erwarb er sich das Zutrauen des Herzogs, soda? ihn dieser schon zu Anfang 1653 neben dem coburgischen Kanzler Aug. Carpzov als Reichstagsgesandten nach Regensburg schickte und ihn im Sommer des n?chsten Jahres zum alleinigen Gesandten beim Reichsdeputationstag in Frankfurt a. M. bestellte. Hier erlebte er nach dem Tode Ferdinand?s III. (23. Mai 1658) die Wahl und Kr?nung des neuen r?mischen Kaisers Leopold I. (8. und 22. Juli), verfa?te nach den W?nschen der Kurfürsten die vorzulegende Wahlcapitulation und siedelte 1659 mit den anderen Gesandten zur Fortsetzung des Deputationstages wieder nach Regensburg ?ber, wo er nach beendigten Verhandlungen seinen Posten beim Reichstage, jetzt ohne Carpzov?s Mith?lfe, von neuem versah. Von seinem F?rsten am 29. November des gleichen Jahres durch die Bef?rderung zum Consistorialpräsidenten geehrt, empfing er im Mai 1660 zu Wien vom Kaiser die Reichslehen für Altenburg und Coburg und bereiste, wieder nach Regensburg zurückgekehrt, 1662 das benachbarte s?dliche Deutschland. In München fand er bei dem bairischen Kurfürsten Ferdinand Maria eine huldvolle Aufnahme, wie man denn auch von anderer Seite die Verdienste des Staatsmannes und Rechtsgelehrten [60] wohl zu Schützen wu?te. So verlieh ihm der Kaiser 1664 eine goldene Gnadenkette mit seinem Bildni? und dr?ckte ihm in einem Schreiben vom 13. September 1665 seine gro?e Achtung aus; so ?bertrug ihm in jenem Jahre Herzog Moritz von Sachsen-Naumburg-Zeitz das hennebergische Votum, dessen Director er damals war, und Markgraf Friedrich das baden-durlachische und hochbergische bei den Abstimmungen des Reichstages. Schon im Juli 1657 hatte ihn die Wittenberger Hochschule für eine ordentliche Professur der Rechte zu gewinnen gesucht, und 1661 waren ihm nacheinander zwei Vicekanzlerstellen ungetragen worden. für sein treues Ausharren dankte ihm der Herzog, indem er ihn am 6. Februar 1668 an Stelle des verstorbenen Geheimrathes, Kanzlers und Obersteuerdirectors Wolf Konrad v. Thumshirn zu dessen Nachfolger erhob. In der neuen W?rde eines Kanzlers geleitete er dann die Herzogin Magdalena Sibylle zur letzten Ruhest?tte und hielt im Kirchensaale des Altenburger Schlosses die Abdankungsrede, unterschrieb und besiegelte auch am 21. März mit neun anderen hohen Staats- und Hofbeamten die letztwillige Verf?gung seines F?rsten. Sie bestimmte den Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen und den Herzog Moritz von Sachsen-Naumburg-Zeitz zu Obervorm?ndern des noch minderj?hrigen einzigen Prinzen,während Th. mit dem damaligen Consistorialpräsidenten Hans Dietrich v. Sch?nberg (s. A. D. B. XXXVI, 781 ff.) und drei anderen die Untervormundschaft f?hren sollte. Als der altenburgische Herzog am 22. April 1669 gestorben war, trat diese Verf?gung in Kraft, dauerte aber nur bis nach dem Tode des erst f?nfzehnj?hrigen Herzogs Friedrich Wilhelm III. (? am 14. April 1672). Einen drohenden Erbfolgestreit der H?user Weimar und Gotha verhinderte der friedliebende n?chste Agnat, Ernst der Fromme, durch die Erkl?rung, da? er sich mit drei Viertheilen des altenburg-coburger Landes begn?gen wolle. Nach einem g?tlichen Vergleiche (16. Mai 1672) und nach dem R?cktritt der Vorm?nder erschien Ernst?s des Frommen ?ltester Sohn, Friedrich (I.), in Altenburg, um im Namen seines kr?nklichen Vaters die Regierung des Landes zu ?bernehmen, empfing für ihn die Erbhuldigung und best?tigte au?er den ?brigen bew?hrten Beamten auch den Kanzler in den bisherigen Aemtern, wobei er dem letzteren zugleich die abgegebenen Schl?ssel und Siegel der Kanzlei und des Archives wieder einh?ndigte. Im folgenden Jahre begab sich Th. auf Befehl des neuen Regenten zur Entgegennahme der Reichslehen für Altenburg und Coburg nach Wien, mu?te sich aber krankheitshalber bei dem feierlichen Acte (24. November) durch den brandenburg-culmbachischen Kanzler Karl v. Stein vertreten lassen. Nach dem Ableben Ernst?s des Frommen nahm er am 4. Juni 1675 zu Gotha an dessen feierlicher Bestattung in der Margarethenkirche theil und ging im October 1676 als Gesandter der F?rstenth?mer Gotha, Altenburg und Coburg auf den vom Sächsischen Kurfürsten ausgeschriebenen Kreistag in Leipzig, wo man ?ber die n?thigen Mittel für die Stabspersonen der beiden oberSächsischen Regimenter, ?ber Beschaffung der erforderlichen Munition für die Feldartillerie und ?ber andere milit?rische Bed?rfnisse zu berathen hatte. ? Was seine Familienverh?ltnisse betrifft, so hatte er sich am 25. September 1653 in erster Ehe mit Marie Elisabeth, der einzigen Tochter des Reichshofrathes Joh. Philipp v. Bohn auf Birkenau und Weinheim, verm?hlt. Zwei ihm geborene Söhne starben schon in früher Jugend; von den beiden T?chtern heirathete die Ältere, nach der Mutter benannte den altenburgischen Hof- und Justizrath, nachmaligen Kanzler Joh. Kaspar v. Hendrich, die Jüngere, Magdalena Sibylle, am 23. Mai 1678 den damaligen gothaischen Hofrath und späteren Freiherrn und Geheimrathsdirector Joh. Friedrich Bachoff v. Echt (s. A. D. B. I, 754). Nach dem Tode der ersten Gattin (19. April 1664) schlo? Th. am 28. Febr. 1671 eine neue Verbindung mit Susanna geb. Schröter, der Wittwe des sachsen-naumburgischen [61] Hof- und Justizrathes Paul Hornigk. Von den beiden S?hnen, welche ihm diese schenkte, ?berlebte ihn nur der Jüngere, Joh. Adam. Seit l?ngerer Zeitan Steinbeschwerden leidend, verschied er, nachdem noch ein Schlagflu? eingetreten war und die rechte Seite gel?hmt hatte, am 2. März 1679, erst 54½ Jahre alt. Bis zum letzten Augenblick der Besinnung m?chtig, hatte er kurz vor seinem Hintritt noch eine Abschiedsode an die Seinigen verfa?t, die der Leichenpredigt (S. 72) beigedruckt ist. Nach der Schilderung der Zeitgenossen war er ein allzeit schlagfertiger Redner und bef?higt, selbst die verwickeltsten Gesch?fte mit Leichtigkeit zu entwirren, fromm und gottesf?rchtig, ein treuer Anh?nger seiner Kirche ? in Regensburg schrieb er 1666 eine Confessio fidei orthodoxa zur Widerlegung des Jesuiten Jacob Masenius ?, in seinem Hause musterhaft und h?lfreich gegen Arme und Nothleidende. So ?berlie? er, als ihm Herzog Friedrich Wilhelm II. das Rittergut Naundorf geschenkt hatte, den ganzen erstj?hrigen Ertrag von dessen Feldern der bed?rftigen Kirche in Bobeck bei Eisenberg. ? Als akademischer Lehrer hatte er eine Reihe geSchützter Abhandlungen und Disputationen verfa?t. Mehrere sind später neugedruckt, andere erst nach seinem Tode herausgegeben worden. Au?er der oben angef?hrten seien hier noch genannt: de monopoliis (1650), de successione feudali (1651), de juribus majestatis circa religionem in genere et in specie de episcopalibus et principatus (1693). Nach den Bl?ttern f. Hymnologie, 1888, S. 141 ist Th. auch der Verfasser des Sterbeliedes Fleuch, mein Seelgen, auf zu Gott. Joh. Christfried Sagittarius, Wahrer Christen Sichere Schlaff- Stete u. Ruhe ? Als Der weiland ? Hr. Thomas ? in seine Ruhe-Kammer ward beygesetzet. Altenburg o. J. (1679). Fol. Mit Thom??s Bildn. in Kupferstich. [Herzogl. Bibliothek in Gotha. ? Biographisches: S. 33?44: Christlicher Lebens-Lauff; wiederholt in: Denkmal groser (so!) u. verdienstvoller Staatsm?nner (herausgeg. von Chr. H. L. W. Spiller v. Mitterberg), Coburg 1797, S.97?122; S. 71(72)?82: Casp. Sagittarius, Programma, quo ad audiendam orationem panegyricam laudibus ? Joh. Thomae sacram ? invitat; verk?rzt und meist w?rtlich bei J. C. Zeumer, Vitae Professorum ?, Jena 1711, Classe II, S. 154?161; S. 83(84)?108: Casp. Sagittarius, Oratio panegyrica Joh. Thomae ? laudibus consecrata; S. 109(110)?120: Paul Mart. Sagittarius, Statua triceps memoriae ? Joh. Thomae dedicata; S. 122 f.: Veit Ludw. v. Seckendorf, Latein. Trauergedicht in 46 Hexametern.] ? Henning Witte, Diarium biographicum (Tom. I), Danzig 1688, zum 2. März 1679. ? Fr. G. Gotter, Elogia clar. virorum, qui Altenburgum ? illustrarunt, Jena 1713, S. 54?56 (eigentl. 64?66, da die Seiten verz?hlt sind). ? Zedler?s Universal-Lexikon, 43. Bd. (1745), Sp. 1495. ? J?cher IV (1751), 1142. ? Joh. Fr. Jugler, Beitr?ge zur jurist. Biographie, 5. Bd., 1. St?ck, Leipzig 1779, S. 1?10. ? Joh. Fr. Graf v. Beust, Altenburgs Kanzler, Dresden 1821, S. 15 f. ? Joh. G?nther, Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena, Jena 1858, S. 60 f. ? A. Beck, Ernst der Fromme, 2. Th., Weimar 1865, S. 68 f.; dazu 1. Bd., S. 298 f., 307 f., 599 f., 602. (Beck?s Quellenverzeichni? II, 69 ist nach dem hier gegebenen zu berichtigen u. au?erdem J. A. Strubberg?s Diarium Salanum, das schon Zedler anf?hrt, zu streichen). ? Vgl. auch: Adrian Beier, Syllabus Rectorum et Professorum ?, Jena 1659, S. 608. ? J. S. Müller?s Annales des Chur- und f?rstl. Hauses Sachsen, Weimar 1701 (s. im Register). http://www.deutsche-biographie.de/sfz82531.html
Note
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