Thomas Schweicker Thomas Schweicker  ‎(I1281)‎
Vornamen: Thomas
Nachname: Schweicker

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 21. Dezember 1540 Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod: 7. Oktober 1602 ‎(Alter 61)‎ Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Persönliche Fakten und Details
Geburt 21. Dezember 1540 Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Tod 7. Oktober 1602 ‎(Alter 61)‎ Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland

Letzte Änderung 3. April 2013 - 21:25:22 - von: admin
Zeige Details über ...

Familie der Eltern  (F571)
Hans Schweicker
-
Kunigunde ‎(Unbekannt)‎
-
Sebaldus Schweicker
1472 - 1521
Thomas Schweicker
1540 - 1602


Bemerkungen

Bemerkung
Thomas Schweicker ‎(* 21. Dezember 1540 in Schwäbisch Hall; † 7. Oktober 1602 ebd.)‎ war ein armloser Kunstschreiber.

Leben und Wirken ‎[Bearbeiten]‎

Thomas Schweicker wurde 1540 in der Reichsstadt Schwäbisch Hall als Sohn des Bäckers und Ratsherren Hans Schweicker und dessen Ehefrau Dorothee geboren. Vermutlich aufgrund einer sogenannten amniotischen Abschnürung fehlten ihm beide Arme ‎(Amelie)‎. Trotz seiner Behinderung besuchte er ab einem Alter von sieben Jahren die Schule und wechselte als Zwölfjähriger auf die Schwäbisch Haller Lateinschule. Er war nicht nur in der Lage, selbstständig alltägliche Verrichtungen, wie An- und Auskleiden oder Essen und Trinken, auszuführen, sondern er lernte auch, mit den Zehen seines rechten Fußes einen Federkiel zu halten und zu schreiben.

Er lebte im Hause seines Bruder David Schweicker auf dem Rosenbühl, wo heute eine Gedenktafel an ihn erinnert. Seine Fähigkeiten als Kalligraph ‎(Schönschreiber)‎ entwickelte er so weit, dass er damit nicht nur seinen Lebensunterhalt verdienen konnte, sondern zu einer Berühmtheit wurde. Abbildungen Schweickers sind in zahlreichen Veröffentlichungen und Flugschriften seiner Zeit wiedergegeben. Viele Besucher kamen nach Schwäbisch Hall, um ihn zu sehen und von ihm verfasste Schriftstücke zu erwerben. Zu ihnen gehörte auch Kaiser Maximilian II., der 1570 die Stadt besuchte und sich Schweickers Kunst vorführen ließ. Der Kaiser zeigte sich beeindruckt und überreichte ihm „selbst persönlich mit aigner Handt“ drei Doppeldukaten. 1584 ließ ihn der Kaiser nach Heidelberg holen, damit er vor dem dort versammelten Hofstaat seine Kunst zeige; Schweicker blieb bis 1598 in Heidelberg, wo er vor allem als Maler tätig war. Zum Dank erhielt er unter anderem einen kaiserlichen Wappenbrief.

Schweicker, den man als „großen Wundermann von Schwäbisch Hall“ bezeichnete, blieb ehelos und starb am 7. Oktober 1602 im Alter von 61 Jahren. Er wurde im Chor der Michaelskirche bestattet, wo bis heute ein Grabstein an ihn erinnert. Die Thomas-Schweicker-Hauptschule in Schwäbisch Hall ist nach ihm benannt.

Literatur ‎[Bearbeiten]‎
Joachim W. Siener: Der Kalligraf Thomas Schweicker zu Schwäbisch Hall. Eine Spurensuche. In: Aus dem Antiquariat, Nr. 4/2009, S. 221-237.
Manfred Akermann: Thomas Schweicker, Leonhard Kern, Erasmus Widman. Gestalten der Reichsstadt in der Spätrenaissance. Schwäbisch Hall 1989
Eduard Krüger: Ein Ehrenkranz für Thomas Schweicker, den althällischen „Wundermann“. Schriften über St. Michael, H. 1; Schwäbisch Hall 1952
Ernst Liese: Thomas Schweicker als Mensch und Künstler. Zur 400. Wiederkehr des Jahres seiner Geburt. In: Württembergisch Franken NF 20/21 ‎(1939/1940)‎; S. 255-288
E. Püschel: Die Amelie in der Lebensbewährung dargestellt an Thomas Schweicker 1540-1602. In: Deutsche medizinische Wochenschrift 28/1963; S. 1402-1404
Hans Scheugl: Show Freaks & Monster. Sammlung Felix Adanos. DuMont Buchverlag: Köln, 1978; S. 58f.; mit Abb.

Belletristik:
Wilhelm German: Im Rosenbühl. Auf Thomas Schweickers des Wundermannes Spuren. Roman, Schwäbisch Hall 1927
Martin Ulbrich: Thomas Schweicker der Krüppel von Schwäbisch Hall. Geschichtliche Erzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert, Eisleben 1909
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Thomas_Schweicker­

Zeige Bemerke über ...


Quellen
Zu dieser Person gibt es keine Quellenangaben.

Zeige Quellen für ...


Multimedia

Multimedia Objekt
Thomas SchweickerThomas Schweicker  ‎(M193)‎
Typ: Gemälde

Zeige Medien-Objekte von ...


Familiendaten als Kind
Vater
Mutter
#1
Bruder
Sebaldus Schweicker
Geburt 1472 Nürnberg
Tod 14. September 1521 ‎(Alter 49)‎ Nürnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
69 Jahre
#2
Thomas Schweicker
Geburt 21. Dezember 1540 Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod 7. Oktober 1602 ‎(Alter 61)‎ Schwäbisch Hall, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland


Suchmaschine erkannt: CCBot/ https://commoncrawl.org/faq/