Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov II  ‎(I1546)‎
Präfix: Prof. Dr.
Vornamen: Johann Benedikt
Nachname: Carpzov
Namenszusatz: II

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 24. April 1639 31 21 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod: 23. März 1699 ‎(Alter 59)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Persönliche Fakten und Details
Geburt 24. April 1639 31 21 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland

Ausbildung 1659 ‎(Alter 19)‎ Studium der Theologie Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Anwesender: Prof. Dr. Johannes Hülsemann ‎(Alter 56)‎ - [Verwandtschaftsberechnung]

Behörde: Universität

Bemerkung: Im Jahr 1659 gab er Vorlesungen zur Hebräischen Sprache, von welcher er besondere Kenntnis hatte, und konzentrierte sich bei Johann Hülsemann, Hieronymus Kromayer, Martin Geier und Johann Adam Schertzer auf ein theologisches Studium.
Beruf Theologe, Philologe
Tod 23. März 1699 ‎(Alter 59)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland

Letzte Änderung 8. Dezember 2014 - 23:43:36 - von: admin
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Familie der Eltern  (F710)
Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov I
1607 - 1657
Elisabeth Wrieffpfennig
1617 - 1680
David Benedikt Carpzov
1637 - 1682
Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov II
1639 - 1699
Prof. Dr. August Benedikt Carpzov
1644 - 1708
Prof. Dr. theol. Samuel Benedict Carpzov
1647 - 1707
Friedrich Benedikt Carpzov
1649 - 1699
Christine Elisabeth Carpzov
1640 - 1700


Bemerkungen

Gemeinsame Bemerkung
Am 31. Oktober 1687, dem Reformationstag, kündigte Thomasius am Tor der Leipziger Universitätskirche unter dem Titel Discours Welcher Gestalt man denen Frantzosen in gemeinem Leben und Wandel nachahmen solle? eine deutschsprachige Vorlesung an. Wenn es sich auch weder – wie vielfach behauptet – um die erste deutschsprachige Vorlesungankündigung, noch um die erste Vorlesung in deutscher Sprache handelte, löste diese doch ebenso wie eine weitere Vorlesung über die Mängel der aristotelischen Ethik aus dem Jahr 1688 und die zwischen 1688 und 1689 publizierten Monats-Gespräche heftige Reaktionen der führenden Vertreter der Leipziger lutherischen Orthodoxie ‎(Valentin Alberti, August Pfeiffer und Johann Benedikt Carpzov)‎ aus. Thomasius selbst beschreibt die Reaktionen im Abstand von 30 Jahren folgendermaßen:

Als ich für ohngefehr dreyszig Jahren ein teutsch Programma in Leipzig an das schwartze Bret schlug, in welchem ich andeutete, daß ich über des Gracians Homme de cour lesen wolte, was ware da nicht für ein entsetzliches lamentiren! Denckt doch! ein teutsch Programma an das lateinische schwartze Bret der löbl Universität. Ein solcher Greuel ist nicht erhöret worden, weil die Universität gestanden. Ich muste damahls in Gefahr stehen, daß man nicht gar solenni processione das löbliche schwartze Bret mit Weyhwasser besprengte.

In der Folge verschärften sich die Auseinandersetzungen. Der dänische König Christian V. bezichtigte Thomasius des Hochverrats. Thomasius musste sich einer Anklage mit dem Vorwurf des Atheismus erwehren. Die Situation eskalierte mit der Publikation einer Schrift im Jahr 1689, in der Thomasius auf die höfische Politik einzuwirken versuchte und in einem Eherechtsstreit Position gegen den kursächsischen Hof bezog. In der Folge wurde Thomasius im März 1690 mit einem Lehr- und Publikationsverbot in Kurfürstentum Sachsen belegt. Thomasius verließ daraufhin Leipzig und siedelte in das kurbrandenburgische Halle über.

Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gründungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde.
Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gründungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde.

Druck der genannten Vorlesung: ­http­://­digital­.­slub­-­dresden­.­de­/­werkansicht­/­dlf­/­32306­/­3­/


Bemerkung
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Johann_Benedict_Carpzov_II­.
Ausbildung Im Jahr 1659 gab er Vorlesungen zur Hebräischen Sprache, von welcher er besondere Kenntnis hatte, und konzentrierte sich bei Johann Hülsemann, Hieronymus Kromayer, Martin Geier und Johann Adam Schertzer auf ein theologisches Studium.

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Quellen

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Familiendaten als Kind
Vater
Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov I
Geburt 22. Juni 1607 41 21 Rochlitz, Kreis Mittelsachsen, Sachsen, Deutschland
Tod 22. Oktober 1657 ‎(Alter 50)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
10 Jahre
Mutter
 
Elisabeth Wrieffpfennig
Geburt 17. Oktober 1617 Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 7. April 1680 ‎(Alter 62)‎ Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland

Heirat: 22. Februar 1636 -- Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
10 Monate
#1
Bruder
David Benedikt Carpzov
Geburt 1637 29 19 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 1682 ‎(Alter 45)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
2 Jahre
#2
Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov II
Geburt 24. April 1639 31 21 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 23. März 1699 ‎(Alter 59)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
6 Jahre
#3
Bruder
Prof. Dr. August Benedikt Carpzov
Geburt 2. November 1644 37 27 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 4. März 1708 ‎(Alter 63)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
2 Jahre
#4
Bruder
Prof. Dr. theol. Samuel Benedict Carpzov
Geburt 17. Januar 1647 39 29 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 31. August 1707 ‎(Alter 60)‎ Dresden, Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland
2 Jahre
#5
Bruder
Friedrich Benedikt Carpzov
Geburt 1. Januar 1649 41 31 Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Tod 20. Mai 1699 ‎(Alter 50)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
-9 Jahre
#6
Schwester
Christine Elisabeth Carpzov
Geburt um 1640 32 22
Tod um 1700 ‎(Alter 60)‎


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