Stammbaum der Familie Willamowski

Johannes Jacob PurgoldAge: 68 years14681536

Name
Johannes Jacob Purgold
Given names
Johannes Jacob
Surname
Purgold
Birth 1468 33 28
Birth of a son
#1
Bernhard Purgold

Death of a fatherNicolaus Purgold
after 1468
MarriageMargarethe SchollView this family
1490 (Age 22 years)
Birth of a daughter
#2
Barbara Purgold
1500 (Age 32 years)
Birth of a son
#3
Markus Purgold
1502 (Age 34 years)
Death 1536 (Age 68 years)
Family with parents - View this family
father
mother
Marriage: before 1468
1 year
himself
Family with Margarethe Scholl - View this family
himself
wife
Marriage: 1490Eisenach
11 years
daughter
son
son

Note
Johannes (Joannes Baptista , Hans ) Purgoldt/Purgold , * Plaue/Thüringen (Plauen/Vogtland ) 1468, oder um 1465 oder 1550 , + Eisenach nach 1536 oder um 1539 oder nach 1527 , Magister , Jurist, 1490 Stadtschreiber in Eisenach, von 1502 1526 neunmal Bürgermeister, Ratsmeister 1508 und 1520, Ratsherr 1527, Er urkundet 1498 und 1503, 1503 1512 Verfasser bzw. Schreiber des sogen. "Purgoldschen Rechtsbuches" (Eisenacher Rechtsbuch), um 1510/20 Stifter eines Schnitzaltars (heute Thueringer Museum in Eisenach), stellt 1521, 1533 und 1534 Quittungen aus, letztere mit Wappensiegel (Totenkopf ueber liegendem Halbmond), erhaelt 1531 einen Brief von Martin Luther . Zuletzt erw. in den Ratsheften 13.II.1534, im Twantsteuerregest zw. Crucis 14.IX. u. Lucie 13.XII.1536. "Aus der Lebensgeschichte Purgoldts wissen wir nur, da? er, um die Mitte des 15. Jahrhunderts geboren, einer angesehenen, wohlhabenden Familie Thüringens entstammt, zwischen 1480 und 1490 Beisitzer des Sch?ffenstuhls zu Eisenach war, dort 1490 als Stadtschreiber erw?hnt wird und vermutlich zu Anfang des 16. Jh. ein Rechtsbuch verfa?te, welches für die geschichtliche Entwicklung des Rechtes in Deutschland von gro?er Bedeutung war und in drei Handschriften (der Eisenacher, der Wolfenb?ttler und der Hamburger) ?berliefert worden ist. Das Werk besteht aus zw?lf in Kapitel oder Abschnitte geteilten B?chern, von denen sich die ersten vier mit dem B?rgerlichen Recht, das f?nfte bis achte mit dem Proze?wesen, das neunte und zehnte mit der st?dtischen Organisation befassen; das elfte und zw?lfte handeln vom 'Gothaischen Stadtrecht', welches mit dem vorangehenden Text weder in Zusammenhang steht, noch Purgoldt zum Verfasser hat. Mit Ausnahme des zweiten und zw?lften Buches beginnt jedes mit einer gereimten Vorrede, von denen jene zum dritten, vierten unmd zehnten Buch in den Anfangsbuchstaben der einzelnen Verse (Akrosticha) und die Vorreden zum neunten und elften Buch in den Anfangssilben der f?nf Strophen den Namen 'Johannes Purgoldt' erkennen lassen. So beginnt z.B. das dritte Buch (Ortloff S. 90): Ich thadt uff zceyt bedenckenn - On neydt und argen wahn - Horet iar von seltzamen swenckenn,- Als es nuhn ist gethan. Nimandt thut mehr fragen - Nach kunst, ern ader wycczen. - Ein ider das wyrdt clagen,- Szo er am gericht sall sycczen; etc. Purgoldt liefert eine systematische Zusammenstellung aus den verschiedensten Quellen, welche er am Schlu? der Kapitel anzuf?hren pflegt. Er beabsichtigt weniger ein einheitliches Rechtsbuch, als die Wiedergabe umfangreichen Stoffes und die Aufz?hlung der am Anfang des 16. Jh. praktisch wichtigsten S?tze. Hauptbestandteile des Werkes sind deutsche Rechtss?tze des Landrechts, des Weichbildrechts und des Stadtrechts. - Nach Purgoldt (VI.2) ist Landrecht das gemeine Recht zu Sachsen und Thüringen , Weichbildrecht das gemeine Recht der St?dte dieser L?nder und Stadtrecht das Recht der Stadt Eisenach, für die er zun?chst schreibt. Mit dem deutschen Recht verbindet er das r?mische, besonders die Institutionen, das kanonische nach Meister Wilhelm, Meister Heinrich von Merseburg und Meister Peter in seiner Summa, ferner viele S?tze des mosaischen Rechts und der Bibel, welche er g?ttliches Recht nennt. Au?erdem zitiert er h?ufig Kirchenv?ter und Stellen aus den Klassikern. Im neunten und zehnten Buch von der Stadtverfassung entwirft er im Anschlu? an Cicero und Aristoteles eine Art Politik, worin er Ratschl?ge für die Behandlung der ?ffentlichen Gesch?fte, ebenso für das Verfahren und Betragen der Beamten und Gemeindevertreter erteilt. Die Hauptquelle für den deutschrechtlichen Inhalt bildet das sogenannte 'Rechtsbuch nach Distinctionen', aus welchem ganze Kapitel genommen sind. Dr. Friedrich Ortloff, Oberappellationsgerichtspräsident zu Jena, hat im zweiten Band seiner Sammlung Deutscher Rechtsquellen (Jena 1860) Purgoldts Rechtsbuch kritisch herausgegeben, in der Einleitung (S. 1-16) den Inhalt mit gro?er Genauigkeit angegeben und den Wert der eingangs erw?hnten drei Handschriften gr?ndlich besprochen. Die zwei letzten B?cher (11 und 12), welche, wie bemerkt, ein Gothaisches Stadtrecht ohne alle systematische Ordnung enthalten, sind dem Werk unseres Juristen nur zuf?llig beigef?gt, gehen z.T. von anderen Rechtsgrunds?tzen aus als die ?brigen B?cher, und ihren Inhalt bilden Gerichtswesen, Privat- und Strafrecht." Portrait: "Ich nehme an, dass Johannes Purgold auf dem von ihm gestifteten Altar, wahrscheinlich zusammen mit seiner Frau, abgebildet ist." Wappen: Totenkopf ueber liegendem Halbmond oo um 1490, oder vor 1500 Margarete (Margarethe ) Scholl /Schall oder Engelschall (aus Ölsnitz) , * Eisenach um 1470, + .. T.d. Hans Scholl der Aeltere , * um 1445, + ...., B?rger in Eisenach Kinder Purgold u.a.: 1. Markus Purgold, III, * um 1502/05, 2.?? Bernhard Purgold, * .... ca 1510/20, 3.?? NN Purgold, * .... ca 1510/20, Stadtphysikus in Eisenach, oo ... NN
Note
Note