Prof. Dr. Veit Winsheim der Ältere Prof. Dr. Veit Winsheim der Ältere  ‎(I684)‎
Präfix: Prof. Dr.
Vornamen: Veit
Nachname: Winsheim
Namenszusatz: der Ältere

Geschlecht: männlichmännlich
      

Vornamen: Vitus
Nachname: Oertel

Nachname: Ortelius


Geburt: 1. August 1501 Windsheim
Tod: 3. Januar 1570 ‎(Alter 68)‎ Wittenberg
Persönliche Fakten und Details
Geburt 1. August 1501 Windsheim

Ausbildung Anwesender: Prof. Dr. Jakob Milich - [Verwandtschaftsberechnung]


Bemerkung: Am 4. Februar 1550 promovierte er unter Jakob Milich zum Doktor der Medizin, er lehrte zwar ab dem 31. Dezember 1550 an der medizinischen Fakultät, konnte aber dort keine Professur erlangen.
AusbildungProf. Dr. Philipp Melanchton - [Verwandtschaftsberechnung]


Bemerkung: Im August 1523 immatrikuliert er sich an der Universität Wittenberg und absolvierte weitere Studien der Philosophie bei Philipp Melanchthon. Nachdem er Melanchthon bereits seit 1536 bei seiner Professur der griechischen Sprache vertreten hatte, wurde er am 4. August 1541 zu dessen Nachfolger auf dem Lehrstuhl. Am 4. Februar 1550 promovierte er unter Jakob Milich zum Doktor der Medizin, er lehrte zwar ab dem 31. Dezember 1550 an der medizinischen Fakultät, konnte aber dort keine Professur erlangen. Stattdessen übernahm er kurzzeitig 1560 nach dem Tod Melanchthons die Vorlesungen desselben zur Logik und hielt dessen griechischen Gedächtnisrede zu seiner Beisetzung.
Tod 3. Januar 1570 ‎(Alter 68)‎ Wittenberg
Lucas Cranach der Jüngere ‎(Alter 54)‎ - [Verwandtschaftsberechnung]


Bemerkung: Sein Sohn Veit stiftete ihm zum Andenken 1586 ein Epitaph, das sich in der Wittenberger Stadtkirche befindet. Dieses Gemälde ist das letzte, das aus der Hand von Lucas Cranach dem Jüngeren stammt.
Letzte Änderung 29. Oktober 2018 - 08:53:12 - von: admin
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Familie der Eltern  (F698)
Franz Oertel II.
-
Vertraulich
-
Prof. Dr. Veit Winsheim der Ältere
1501 - 1570

Eigene Familie  (F316)
Anna Rüpelin
- 1590
Prof. Dr. Veit Winsheim der Jüngere
1521 - 1608
Anna Winsheim
-


Bemerkungen

Bemerkung
Windsheim hatte auch organisatorische Aufgaben an der Wittenberger Hochschule übernommen. So war er in den Wintersemestern 1529, 1537, 1548 Dekan der philologischen Fakultät, im Sommersemestern 1540, 1551, 1566 Rektor der Wittenberger Hochschule und im Sommersemester 1558 gleichbedeutender Prorektor der Akademie. Auch an der organisatorischen Aufgaben der Stadt beteiligte sich Winsheim, so wurde er 1549 Ratsherr in Wittenberg. Jene Stellung übernahm er turnusmäßig auch in den Jahren 1552, 1555, 1558, 1561, 1564 und 1567.

Winsheim war mit Anna N.N. ‎(gest. 29. Dezember 1590)‎ verheiratet. Aus dieser Ehe stammt sein Sohn Veit, der ebenfalls Professor der Rechtswissenschaften wurde. Winsheim hinterließ zwei Töchter und acht Söhne.

Bemerkung
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Veit_Winsheim­
­https­://­www­.­genealogieonline­.­nl­/­en­/­west­-­europese­-­adel­/­I1073863365­.­php­

Schwiegersohn von Johann Geiselmann, Bürgermeister in Jena
­https­://­www­.­db­-­thueringen­.­de­/­servlets­/­MCRFileNodeServlet­/­dbt­.../­R­ö­denbeck­.­pdf­

Bemerkung
Werkauswahl:

1.Orationes Demosthenis contra Aristogitonem. Hagenau, 1527
2.Vituperatio ebrietatis. Wittenberg 1529
3.Oratio de studiis adolescentium. Wittenberg 1529 ‎(Dekanatsrede)‎
4.Laudatio funebris D. Sebaldi Münsteri. 1530
5.Declamatio de Imperatore Cunrado. 1538
6.Disp. de philosophia et ebrietate; Praefatio in Homerum; De Sebaldo Munstero. Wittenberg 1539
7.Declamatio de Guelfo Dux Bavariae. Wittenberg 1539
8.Praefatio in lectionem Euripidis. Wittenberg 1548
9.Interpretatio Tragoediarum Sophoclis … ex graecae linguae edita. Frankfurt/O., 1549
10.Galeni de usu partium corporis humani. Liber quartus. Wittenberg 1549
11.Oratio de studiis linguae graecae. Wittenberg 1549
12.Sophoktes. Frankfurt 1549
13.Interpretatio Eidylliorum Theocriti dictata in Academia Vitebergensi. Frankfurt, 1558
14.Demosthenes zweite Rede gegen Aristogeiton. 1559
15.Oratio habita in funere Ph .Melanthonis. Wittenberg 1560
16.Oratio recitata cum inchoaret praelectionem Dialecticae. Wittenberg 1560
17.Thucydidis de bello Peloponnesiaco pars prior, libris quatuor continens ad usum iuventutis. Wittenberg 1562
18.Ein schön herrliche Declamation … der Guelff Hertzog. Wittenberg 1563
19.Adhortatio ad scholasticos ante Iegum recitatione. Wittenberg 1566 ‎(Rektoratsvorlesung)‎
20.Resignatio publica ad scholasticos a rectore. Wittenberg 1566
21.Thucydidis … Historiae de bello peloponnesiaco libri octo e graeco Sermone in latinam. Praeses u. Orator bei med. Prom. Wittenberg 1569
22.De XXXII propositionibus prioribus ‎(Resp. Bert)‎ et de sequentibus XL propositionibus ‎(resp. Roeder)‎. 1553
23.De propositionibus sequentibus ‎(Resp. Moninger)‎. Wittenberg 1559
24.Oratio de considerarione humani corporis ‎(Prom. Moninger)‎. Wittenberg 1559
25.Oratio de Gregorio Pontano ‎(Prom. Peucer)‎. Wittenberg 1560 Postum erschienen:
26.Thucydidis Atheniensis Historiae de bello Nunc denuo recusi et editi. Wittenberg,1580
27.Sophoclis Trachiniae cum interpretatione larina. Straßburg 1584
28.Sophoclis Tragoediae septem. Wittenberg 1585 u. Heidelberg 1597, 1603)
29.Theokrits Idyllen
30.De Guelpho duce Bavariae

Bemerkung
Winsheim: Veit W. ‎(Vinshemius, auch Vuincemius genannt nach seinem Geburtsort)‎, 1501–1578, Lehrer der griechischen Sprache und später der Medicin an der Universität Wittenberg, Schüler Melanchthon’s. – Sein eigentlicher Name war Oertel, geboren am 1. August 1501 zu Windsheim ‎(westlich von Nürnberg)‎ in Franken. Zwischen dem 20. Juli und 11. August 1523 wurde er in Wittenberg immatriculirt. Der Rath seiner Vaterstadt unterstützte ihn mehrere Jahre durch ein Stipendium von 20 Goldgulden. Den 16. October 1528 wurde er daselbst in die philosophische Facultät aufgenommen, nachdem er schon einige Zeit eine Privatschule ‎(privatus ludus)‎ geleitet hatte, welche den Beifall Melanchthon’s fand. An der Universität lehrte er Rhetorik, später ‎(seit dem 4. August 1541)‎ Griechisch, nachdem er für den abwesenden Melanchthon diese Professur schon eine Zeit lang versehen hatte ‎(vgl. C. A. H. Burkhardt, Luther’s Briefwechsel S. 394)‎. Am 4. Februar 1550 wurde er zum Doctor der Medicin promovirt, wobei Jakob Milich von Freiburg, ein anderer Melanchthonianer, als Promotor fungirte. Von jetzt an lehrte er Medicin an der Hochschule Wittenberg. Laut Grabschrift ist er am 3. Januar 1570 gestorben ‎[463]‎ und in der Stadtkirche zu Wittenberg beigesetzt worden. Sein Sohn hieß Veit, war Jurist, bekleidete ebenfalls eine Lehrstelle an der Wittenberger Hochschule, und dessen Sohn war Kaspar W. ‎(† 1595)‎. ‎(Vgl. Corpusculum Inscriptionum Vitebergensium S. 67)‎. Frühzeitig gewann Veit die Achtung und Zuneigung Luther’s und noch mehr Melanchthon’s, dessen dankbarer Schüler er war, und der seine Kenntnisse sowie seine Bescheidenheit rühmte ‎(De Wette, Luther’s Briefe I, 172. Corp. Reff. ed. Bretschneider I, 936)‎. Von dem vertrauten Verkehr mit Melanchthon zeugen dessen Briefe an Oertel ‎(vgl. Corp. Reff. III, 1066, 1067, 1072, 1234; IV, 113; V, 141; VI, 345, 512, 533, 534, 552; VII, 1109)‎. Im J. 1538 übertrug ihm Melanchthon die Neubearbeitung seiner lateinischen Syntax, die in dieser Umgestaltung mehrfache Auflagen erlebte. Vgl. deren Zusammenstellung Corp. Reff. XX, 339–342. Dem gestorbenen Lehrer hielt W. eine pietätsvolle Leichenrede ‎(Oratio habita in funere Melanchthonis, wieder abgedruckt Corp. Reff. X, 187–206)‎, welche die guten Eigenschaften des Praeceptor Germaniae in ein helles Licht setzte und eine dankenswerthe Quelle für dessen Leben ist. Seine wissenschaftliche Bedeutung aber beruht in seiner Thätigkeit als Gräcist. Nach der damals herrschenden Gewohnheit übertrug er mehrere griechische Schriftsteller ins Deutsche. Von solchen Uebertragungen werden genannt: „Theokrit’s Idyllen“, „Sophokles“ ‎(Frankfurt 1549)‎, „Demosthenes’ zweite Rede gegen Aristogeiton“, die 1559 gemeinsam mit Uebersetzungen Melanchthon’s erschienen ist ‎(Corp. Reff. XVII, 689)‎. Ob die ebendaselbst XIX, 163–178 abgedruckte Erklärung des Theognis von ihm herrührt, ist mir zweifelhaft. Unter den lateinischen Reden Melanchthon’s stehen zwei: „Laudatio funebris D. Sebaldi Munsteri“ und „De Guelpho duce Bavariae“, die von W. herrühren dürften ‎(Corp. Reff. XI, 457, 466)‎, wiewol er öfters Declamationen Melanchthon’s vorgetragen hat ‎(Corp. Reff. IX, 397, 855)‎. Anderes von W. ist noch ungedruckt. Von seinen philologischen Leistungen sagt Bursian: „Seine Uebersetzungen entsprachen einem wirklichen Bedürfniß der Zeit und sind daher trotz ihrer Mittelmäßigkeit wiederholt gedruckt worden“.
Die ältere Litteratur über Winsheim ist verzeichnet in Zedler’s Universal-Lexikon, Bd. 57, S. 1748; vgl. dazu Burkhardt, Luther’s Briefwechsel ‎(Leipzig 1866)‎ S. 14 u. 394. – C. Bursian, Geschichte d. class. Philol. ‎(München u. Leipz. 1883)‎ I, 178. – K. Hartfelder, Ph. Melanchthon als Praeceptor Germaniae ‎(Berlin 1889)‎; Register s. v. Winsheim.
Ausbildung Am 4. Februar 1550 promovierte er unter Jakob Milich zum Doktor der Medizin, er lehrte zwar ab dem 31. Dezember 1550 an der medizinischen Fakultät, konnte aber dort keine Professur erlangen.
Ausbildung Im August 1523 immatrikuliert er sich an der Universität Wittenberg und absolvierte weitere Studien der Philosophie bei Philipp Melanchthon. Nachdem er Melanchthon bereits seit 1536 bei seiner Professur der griechischen Sprache vertreten hatte, wurde er am 4. August 1541 zu dessen Nachfolger auf dem Lehrstuhl. Am 4. Februar 1550 promovierte er unter Jakob Milich zum Doktor der Medizin, er lehrte zwar ab dem 31. Dezember 1550 an der medizinischen Fakultät, konnte aber dort keine Professur erlangen. Stattdessen übernahm er kurzzeitig 1560 nach dem Tod Melanchthons die Vorlesungen desselben zur Logik und hielt dessen griechischen Gedächtnisrede zu seiner Beisetzung.
Tod Sein Sohn Veit stiftete ihm zum Andenken 1586 ein Epitaph, das sich in der Wittenberger Stadtkirche befindet. Dieses Gemälde ist das letzte, das aus der Hand von Lucas Cranach dem Jüngeren stammt.

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Quellen
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Blendung des Paulus, Epitaph für Veit Winsheim in der Stadtkirche Wittenberg von Lucas Cranach d. J. ‎(1586)‎Blendung des Paulus, Epitaph für Veit Winsheim in der Stadtkirche Wittenberg von Lucas Cranach d. J. ‎(1586)‎  ‎(M87)‎
Typ: Gemälde

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Familiendaten als Kind
Vater
#1
Bruder
Vertraulich
#2
Prof. Dr. Veit Winsheim der Ältere
Geburt 1. August 1501 Windsheim
Tod 3. Januar 1570 ‎(Alter 68)‎ Wittenberg
Familie mit Anna Rüpelin
Prof. Dr. Veit Winsheim der Ältere
Geburt 1. August 1501 Windsheim
Tod 3. Januar 1570 ‎(Alter 68)‎ Wittenberg
Ehefrau
Anna Rüpelin
Tod 29. Dezember 1590
#1
Sohn
Prof. Dr. Veit Winsheim der Jüngere
Geburt 1521 19 Ofen
Tod 13. November 1608 ‎(Alter 87)‎ Hamburg
#2
Tochter


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