Prof. Dr. theol. Polycarp Leyser der Ältere Prof. Dr. theol. Polycarp Leyser der Ältere  ‎(I712)‎
Nachname: Leyser
Vornamen: Polycarp
Namenszusatz: der Ältere
Präfix: Prof. Dr. theol.
Auch bekannt als: Lyser, Leiser

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 18. März 1552 25 28 Winnenden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod: 22. Februar 1610 ‎(Alter 57)‎ Dresden, Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland
Persönliche Fakten und Details
Geburt 18. März 1552 25 28 Winnenden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland

Ereignis 22. Dezember 1590 ‎(Alter 38)‎ Reichsadelsstand Prag


Einzelheiten verbergen Bemerkung: Mit Polykarp Leyser den Älteren, dessen Reichsadelstand am 22. Dezember 1590 von Rudolf II. in Prag auf Grund seiner Stellung in der Gesellschaft durch kaiserliches Handschreiben neu konfirmiert und konferiert worden war, nachdem seine Vorfahren angeblich auf Grund von Verarmung den früher vergebenen Adel abgelehnt hatten, begann der quantitative sowie qualitative Aufstieg der Gelehrtenfamilie.
Beziehung
Conrad Fluth - [Verwandtschaftsberechnung]


Einzelheiten verbergen Gemeinsame Bemerkung: - Neben Conrad Fluth war Augustin Cranach ein Deputierter um Polykarp Leyser den Älteren aus Braunschweig als Generalsuperintendent nach Wittenberg zu holen.

Beziehung
Augustin Cranach - [Verwandtschaftsberechnung]


Einzelheiten verbergen Gemeinsame Bemerkung: - Neben Conrad Fluth war Augustin Cranach ein Deputierter um Polykarp Leyser den Älteren aus Braunschweig als Generalsuperintendent nach Wittenberg zu holen.

Beziehung
Freund: Prof. Dr. Ägidius Hunnius der Ältere - [Verwandtschaftsberechnung]

Verwandtschaft: Freund

Einzelheiten verbergen Bemerkung: In Tübingen lernte er Ägidius Hunnius kennen, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verband... Er ging zurück nach Tübingen, wo er am 16. Juli 1576, gemeinsam mit seinem Freund Hunnius zum Doktor der Theologie promovierte.

Alsbald wurde Leyser als Dekan der theologischen Fakultät in die Auseinandersetzung mit Samuel Huber, den er anfänglich unterstützte, gezogen. Huber verbreitete, dass die Konkordienformel kryptocalvinistisch sei und vertrat seine Lehre vom „Gnadenuniversalismus“. Leyser und besonders sein Freund Ägidius Hunnius der Ältere, der ebenfalls an der Wittenberger Universität wirkte, beriefen ein Kolloquium ein. Alle Vermittlungsversuche schlugen jedoch im Streit mit Huber fehl, so dass dieser 1594 aus den universitären und 1595 aus kursächsischen Diensten entlassen wurde.
­https­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Polykarp_Leyser_der_­%­C3­%­84ltere­

Beziehung
Freund: Prof. Dr. Martin Kemnitz - [Verwandtschaftsberechnung]

Verwandtschaft: Freund

Einzelheiten verbergen Bemerkung: Leysers Fähigkeiten zeigten sich auch bei Ausarbeitung der Konkordienformel, die 1580 im Konkordienbuch erschien. Dabei entwickelte er enge Kontakte zu Martin Chemnitz und Nikolaus Selnecker.

1591/92 trat Leyser im Streit um die Abschaffung des Exorzismus bei der Taufe auf und stritt in dieser Frage besonders mit seinem Wittenberger Amtsnachfolger Urban Pierius. Als die Taufriten im Fürstentum Anhalt-Bernburg dennoch geändert wurden, hielt Leyser eine flammende Verteidigung von Luthers Taufbüchlein. Die calvinistischen Theologen Anhalts antworteten daraufhin mit einem Angriff auf den bereits verstorbenen Chemnitz. Leyser reagierte mit einer sehr emotionalen „Rettung der Ehre, des Glaubens und Bekenntnisses Herrn Dr. Martini Chemniti ‎[…]‎ welcher von den Anhältern und Calvinisten gelästert, als wenn er vor seinem Ende von seiner Bekenntnis abgefallen wäre“ ‎(Magdeburg 1592)‎ und fand in den Kreisen der Braunschweiger Theologen weitgehende Unterstützung.
­https­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Polykarp_Leyser_der_­%­C3­%­84ltere­

Beziehung
Anwesender: Prof. Dr. Tilemann Hesshus - [Verwandtschaftsberechnung]

Verwandtschaft: Anwesender

Einzelheiten verbergen Bemerkung: Vor allem aber machte ihm der Widerstand gegen die Konkordienformel zu schaffen. Tilemann Hesshus war während dieser Zeit sein erbitterter Gegner bei Durchsetzung der Ubiquitätslehre. Die Streitigkeiten wurden auf Kolloquien ausgetragen, so 1583 in Quedlinburg, wo er den letzten großen Auftritt seines einstigen Mentors Chemnitz miterlebte.
Beziehung
Anwesender: Prof. Dr. Jacob Andreae - [Verwandtschaftsberechnung]

Verwandtschaft: Anwesender

Einzelheiten verbergen Bemerkung: Er trat an der Seite von Jacob Andreae dafür ein, die Kirchenzucht gänzlich in die Hände der Pfarrer zu legen, was auf Einrichtung von Gemeindekonsistorien hinausgelaufen wäre.
Tod 22. Februar 1610 ‎(Alter 57)‎ Dresden, Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland

Beerdigung 1. März 1610 ‎(7 Tage nach Tod)‎ Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland
Friedhof: Sophienkirche

Universelle ID-Nummer 5B7B69E9B6692F45B4312968006601DD75CC
Letzte Änderung 18. März 2019 - 11:15:54 - von: admin
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Familie der Eltern  (F325)
Kaspar Leyser
1526 - 1554
Margarethe Entringer
1524 - 1566
Prof. Dr. theol. Polycarp Leyser der Ältere
1552 - 1610

Familie der Stiefeltern  (F326)
Dr. Lucas Osiander der Ältere
1543 - 1604
Margarethe Entringer
1524 - 1566
Prof. Dr. Andreas Osiander der Jüngere
1562 - 1617

Eigene Familie  (F324)
Elisabeth Cranach
1561 - 1645
Magaretha Leyser
1594 - 1662
Sophia Leyser
-
Dorothea Leyser
-
Euphrosina Leyser
-
Christian Leyser
-
Prof. Dr. Wilhelm Leyser I.
1592 - 1649
Friedrich Leyser
-
Caecilie Leyser
-
Anna Maria Leyser
-
Prof. Dr. Polycarp Leyser II.
1586 - 1633
Lucas Leyser
1583 - 1599
Magdalena Leyser
1581 - 1601
Elisabeth Leyser
1585 - 1635


Bemerkungen

Bemerkung
Lutherischer Theologe, Superintendent von Braunschweig, Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises, Professor der Theologie in Wittenberg. Oberhofprediger und Konsistorialrat von Sachsen und Freiherr.

Lebensbild:
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Polykarp_Leyser_der_­%­C3­%­84ltere­
­http­://­bautz­.­de­/­bbkl­/­l­/­leyser­.­shtml­
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Leyser­
22 Mit Polykarp Leyser den Älteren, dessen Reichsadelstand am 22. Dezember 1590 von Rudolf II. in Prag auf Grund seiner Stellung in der Gesellschaft durch kaiserliches Handschreiben neu konfirmiert und konferiert worden war, nachdem seine Vorfahren angeblich auf Grund von Verarmung den früher vergebenen Adel abgelehnt hatten, begann der quantitative sowie qualitative Aufstieg der Gelehrtenfamilie.

­https­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Leyser_­‎(­Familie­)‎
Beziehung Neben Conrad Fluth war Augustin Cranach ein Deputierter um Polykarp Leyser den Älteren aus Braunschweig als Generalsuperintendent nach Wittenberg zu holen.


Beziehung Neben Conrad Fluth war Augustin Cranach ein Deputierter um Polykarp Leyser den Älteren aus Braunschweig als Generalsuperintendent nach Wittenberg zu holen.


Beziehung In Tübingen lernte er Ägidius Hunnius kennen, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verband... Er ging zurück nach Tübingen, wo er am 16. Juli 1576, gemeinsam mit seinem Freund Hunnius zum Doktor der Theologie promovierte.

Alsbald wurde Leyser als Dekan der theologischen Fakultät in die Auseinandersetzung mit Samuel Huber, den er anfänglich unterstützte, gezogen. Huber verbreitete, dass die Konkordienformel kryptocalvinistisch sei und vertrat seine Lehre vom „Gnadenuniversalismus“. Leyser und besonders sein Freund Ägidius Hunnius der Ältere, der ebenfalls an der Wittenberger Universität wirkte, beriefen ein Kolloquium ein. Alle Vermittlungsversuche schlugen jedoch im Streit mit Huber fehl, so dass dieser 1594 aus den universitären und 1595 aus kursächsischen Diensten entlassen wurde.
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Beziehung Leysers Fähigkeiten zeigten sich auch bei Ausarbeitung der Konkordienformel, die 1580 im Konkordienbuch erschien. Dabei entwickelte er enge Kontakte zu Martin Chemnitz und Nikolaus Selnecker.

1591/92 trat Leyser im Streit um die Abschaffung des Exorzismus bei der Taufe auf und stritt in dieser Frage besonders mit seinem Wittenberger Amtsnachfolger Urban Pierius. Als die Taufriten im Fürstentum Anhalt-Bernburg dennoch geändert wurden, hielt Leyser eine flammende Verteidigung von Luthers Taufbüchlein. Die calvinistischen Theologen Anhalts antworteten daraufhin mit einem Angriff auf den bereits verstorbenen Chemnitz. Leyser reagierte mit einer sehr emotionalen „Rettung der Ehre, des Glaubens und Bekenntnisses Herrn Dr. Martini Chemniti ‎[…]‎ welcher von den Anhältern und Calvinisten gelästert, als wenn er vor seinem Ende von seiner Bekenntnis abgefallen wäre“ ‎(Magdeburg 1592)‎ und fand in den Kreisen der Braunschweiger Theologen weitgehende Unterstützung.
­https­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Polykarp_Leyser_der_­%­C3­%­84ltere­
Beziehung Vor allem aber machte ihm der Widerstand gegen die Konkordienformel zu schaffen. Tilemann Hesshus war während dieser Zeit sein erbitterter Gegner bei Durchsetzung der Ubiquitätslehre. Die Streitigkeiten wurden auf Kolloquien ausgetragen, so 1583 in Quedlinburg, wo er den letzten großen Auftritt seines einstigen Mentors Chemnitz miterlebte.
­https­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Polykarp_Leyser_der_­%­C3­%­84ltere­
Beziehung Er trat an der Seite von Jacob Andreae dafür ein, die Kirchenzucht gänzlich in die Hände der Pfarrer zu legen, was auf Einrichtung von Gemeindekonsistorien hinausgelaufen wäre.
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Bemerkung: Von Unbekannt - aus dem evangelischen Predigerseminar in der Lutherstadt Wittenberg, Gemeinfrei, ­https­://­commons­.­wikimedia­.­org­/­w­/­index­.­php­?­curid­=­904640­

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Familiendaten als Kind
Vater
Kaspar Leyser
Geburt 20. Juli 1526 Winnenden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod 1554 ‎(Alter 27)‎ Nürtingen, Stadt, Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
-3 Jahre
Mutter
 
Margarethe Entringer
Geburt 1524 81
Tod 16. Januar 1566 ‎(Alter 42)‎

Heirat: 20. Juli 1547 -- Tübingen, Universitätsstadt, Regierungsbezirk Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland
5 Jahre
#1
Prof. Dr. theol. Polycarp Leyser der Ältere
Geburt 18. März 1552 25 28 Winnenden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod 22. Februar 1610 ‎(Alter 57)‎ Dresden, Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland
Familie der Mutter mit Dr. Lucas Osiander der Ältere
Stiefvater
Dr. Lucas Osiander der Ältere
Geburt 16. Dezember 1543 44 35 Nürnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 17. September 1604 ‎(Alter 60)‎ Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
-20 Jahre
Mutter
 
Margarethe Entringer
Geburt 1524 81
Tod 16. Januar 1566 ‎(Alter 42)‎
#1
Halbbruder
Prof. Dr. Andreas Osiander der Jüngere
Geburt 26. Mai 1562 18 38 Blaubeuren, Stadt, Regierungsbezirk Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod 21. April 1617 ‎(Alter 54)‎ Tübingen
Familie mit Elisabeth Cranach
Prof. Dr. theol. Polycarp Leyser der Ältere
Geburt 18. März 1552 25 28 Winnenden, Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Tod 22. Februar 1610 ‎(Alter 57)‎ Dresden, Stadt Dresden, Sachsen, Deutschland
10 Jahre
Ehefrau
 
Elisabeth Cranach
Geburt 3. Dezember 1561 46 30 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod 16. September 1645 ‎(Alter 83)‎ Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
#1
Tochter
Magaretha Leyser
Geburt 22. Februar 1594 41 32 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod 14. Januar 1662 ‎(Alter 67)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
#2
Tochter
#3
Tochter
#4
Tochter
#5
Sohn
#6
Sohn
Prof. Dr. Wilhelm Leyser I.
Geburt 26. Oktober 1592 40 30 Braunschweig, , Niedersachsen, Deutschland
Tod 8. Februar 1649 ‎(Alter 56)‎ Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
#7
Sohn
#8
Tochter
#9
Tochter
#10
Sohn
Prof. Dr. Polycarp Leyser II.
Geburt 20. November 1586 34 24 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod 15. Januar 1633 ‎(Alter 46)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
-4 Jahre
#11
Sohn
Lucas Leyser
Geburt 2. Mai 1583 31 21 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod 23. August 1599 ‎(Alter 16)‎ Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
-17 Monate
#12
Tochter
Magdalena Leyser
Geburt 29. November 1581 29 19 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod vor 1601 ‎(Alter 19)‎
3 Jahre
#13
Tochter
Elisabeth Leyser
Geburt 12. Januar 1585 32 23 Wittenberg, Kreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Tod 26. September 1635 ‎(Alter 50)‎ Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland


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