Prof. Dr. Andreas Osiander Prof. Dr. Andreas Osiander  ‎(I716)‎
Präfix: Prof. Dr.
Vornamen: Andreas
Nachname: Osiander

Geschlecht: männlichmännlich
      

Geburt: 19. Dezember 1498 Gunzenhausen, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod: 17. Oktober 1552 ‎(Alter 53)‎ Knigsberg
Persönliche Fakten und Details
Geburt 19. Dezember 1498 Gunzenhausen, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland

Heirat Helene Magenbuch - 26. August 1545 ‎(Alter 46)‎ Nrnberg

Tod 17. Oktober 1552 ‎(Alter 53)‎ Knigsberg

Letzte Änderung 18. Juli 2013 - 19:25:03 - von: admin
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Eigene Familie  (F327)
Catherine Preu
1508 - 1537
Dr. Lucas Osiander der ltere
1543 - 1604

Eigene Familie  (F389)
Helene Knhofer
1519 - 1545

Eigene Familie  (F390)
Helene Magenbuch
1523 - 1597


Bemerkungen

Bemerkung
Andreas Osiander, ‎(* 19. Dezember 1498 in Gunzenhausen; † 17. Oktober 1552 in Knigsberg/Preuen )‎ war Theologe und deutscher Reformator.

Nach seinem Studium in Ingolstadt wirkte Osiander zunchst ab 1520 als Pfarrer in Nrnberg an St. Lorenz. Überzeugt von der Theologie Martin Luthers setzte er gemeinsam mit seinen Weggefhrten, dem Maler Albrecht Drer, dem Humanisten und Ratsherren Willibald Pirckheimer, sowie dem Ratsschreiber Lazarus Spengler und dem Meistersinger Hans Sachs, die Reformation in Nrnberg durch. Dabei war Osiander der Hauptverfasser der bedeutenden und weit ber Nrnberg hinaus einflussreichen Kirchenordnung von 1533, die gleichzeitig in Nrnberg und in der benachbarten Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach eingefhrt wurde.

Auch in der Oberpfalz kam Osiander bei der kirchlichen Erneuerung eine magebliche Rolle zu, so lieferte er die Vorlage fr das Edikt des Landesherrn Otto Heinrich und erarbeitete eine neue Kirchenordnung. Osiander stand auch hinter der Abberufung des evangelisch gesinnten Rektors der Sebaldusschule Hans Denck, welcher sich spter den reformatorischen Tufern anschloss.

1549 wurde Osiander von Herzog Albrecht von Brandenburg-Ansbach als Theologieprofessor an die noch junge, 1544 gegrndete Knigliche Albertus-Universitt Knigsberg berufen. Dort geriet er in heftigen Streit mit den Anhngern Philipp Melanchthons, dem engen Weggefhrten Luthers. In der Auseinandersetzung ging es um die Rechtfertigungslehre, eine der Kernaussagen reformatorischer Theologie. Fr Melanchthon blieb ein Snder auch nach der Rechtfertigung vor Christus zutiefst ein Snder, Osiander war dagegen – hnlich der Position der Ostkirchen – der Meinung, dass die Gerechtigkeit Christi durch den Glauben dem Menschen eingepflanzt und somit ein Wesensbestandteil des Glaubenden wird.

Dieser sogenannte Osiandrische Streit erregte den Protestantismus ber viele Jahre und entzweite ihn. Letzten Endes gingen Osiander und seine Anhnger in dieser fr die Reformation wichtigen theologischen Frage zeit ihres Lebens eigene Wege.

Osiander galt als Kenner der hebrischen Sprache und der jdischen Mystik. Er suchte einen echten Dialog mit den Juden, setzte sich energisch fr ihre Rechte ein und lehnte jede Form des Antijudaismus ab. Auch hier unterschied er sich deutlich von Martin Luther, der zuletzt stark antijudaistische Ideen vertrat.

Osiander sorgte dafr, dass Nikolaus Kopernikus' Werk De Revolutionibus Orbium Coelestium gegen den starken Widerstand Luthers und Melanchthons im Jahre 1543 in Nrnberg erscheinen konnte. Allerdings nahm er an dem Werk einige nderungen vor, die nicht durch Kopernikus autorisiert waren. Er strich wichtige Passagen, machte eigene Zustze und fgte ein Vorwort ein, in dem er Kopernikus’ Theorie als bloes Rechenmodell ohne Anspruch auf Übereinstimmung mit der Realitt darstellte. Vermutlich wollte er damit den abzusehenden Konflikt mit den katholischen und protestantischen Kirchenautoritten entschrfen.

Andreas Osiander war drei Mal verheiratet.

1. Ehe mit Catherine Preu ‎(* 1508 Weissenburg; † 14. Juli 1537 in Nrnberg)‎
2. Ehe 1538 mit Helene Knhofer ‎(auch Helena Kunhoffer; * 1519 Nrnberg; † Mai 1545 in Nrnberg)‎ zum Zeitpunkt der Heirat wohlhabende Witwe, 2 Tchter
3. Ehe 1546 mit Helene Magenbuch ‎(* 14. Mrz 1523 in Nrnberg; † 8. September 1597 in Hohenacker)‎, die Tochter des Nrnberger Arztes Johann Magenbuch ‎(* 1487 in Blaubeuren, † 14. Oktober 1546 in Kassel, begraben in Nrnberg)‎. Nach dem Tod Osianders heiratete sie den Pfarrer Johannes Ruckher und wurde herzoglich wrttembergische Hofapothekerin.


­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Andreas_Osiander­

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Quellen
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Andreas OsianderAndreas Osiander  ‎(M133)‎
Typ: Gemälde


Einzelheiten verbergen Bemerkung: Papierzeichnung von Georg Pencz 1544 in Rom
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Direkte Verwandtschaft
Familie mit Catherine Preu
Prof. Dr. Andreas Osiander
Geburt 19. Dezember 1498 Gunzenhausen, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 17. Oktober 1552 ‎(Alter 53)‎ Knigsberg
9 Jahre
Ehefrau
 
Catherine Preu
Geburt 1508 Weissenburg, , Bayern, Deutschland
Tod 14. Juli 1537 ‎(Alter 29)‎ Nrnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
#1
Sohn
Dr. Lucas Osiander der ltere
Geburt 16. Dezember 1543 44 35 Nrnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 17. September 1604 ‎(Alter 60)‎ Regierungsbezirk Stuttgart, Baden-Wrttemberg, Deutschland
Familie mit Helene Knhofer
Prof. Dr. Andreas Osiander
Geburt 19. Dezember 1498 Gunzenhausen, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 17. Oktober 1552 ‎(Alter 53)‎ Knigsberg
20 Jahre
Ehefrau
 
Helene Knhofer
Geburt 1519 Nrnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 1545 ‎(Alter 26)‎ Nrnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Familie mit Helene Magenbuch
Prof. Dr. Andreas Osiander
Geburt 19. Dezember 1498 Gunzenhausen, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 17. Oktober 1552 ‎(Alter 53)‎ Knigsberg
24 Jahre
Ehefrau
 
Helene Magenbuch
Geburt 14. März 1523 36 20 Nrnberg, Stadt, Mittelfranken, Bayern, Deutschland
Tod 8. September 1597 ‎(Alter 74)‎ Hohenacker, , Baden-Wrttemberg, Deutschland

Heirat: 26. August 1545 -- Nrnberg


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