Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz  ‎(I731)‎
Geschlecht: männlichmännlich
      

Präfix: Dr.
Vornamen: Gottfried Wilhelm
Nachname: Leibniz

Geburt: 1. Juli 1646 48 24 Leipzig
Tod: 14. November 1716 ‎(Alter 70)‎ Hannover
Persönliche Fakten und Details
Geburt 1. Juli 1646 - 18:45 48 24 Leipzig


Bemerkung: Eintrag des Vaters Friedrich Leibniz in die Hauschronik: „21. Junii am Sonntag 1646 Ist mein Sohn, Gottfried Wilhelm, post sextam vespertinam ¼ uff 7 uhr abents zur welt gebohren, Im Wassermann.
Ausbildung 1663 ‎(Alter 16)‎ Verteidigung der ersten akademischen Schrift Leipzig, Stadt Leipzig, Sachsen, Deutschland
Anwesender: Prof. Dr. Jacob Thomasius ‎(Alter 40)‎ - [Verwandtschaftsberechnung]

Behörde: Universität

Einzelheiten verbergen Gemeinsame Bemerkung: - Im vierten Semester zum Baccalaureus promoviert, verteidigte Gottfried Wilhelm Leibniz 1663 unter dem Vorsitz von Jakob Thomasius seine erste akademische Schrift, die "Disputatio metaphysica de principio individui", in der die Grundlagen seiner späteren Methaphysik bereits anklingen.

Beruf Philosoph, Universalgelehrter
Beziehung
Anwesender: Prof. Dr. Johann Wolfgang Textor der Ältere - [Verwandtschaftsberechnung]

Verwandtschaft: Anwesender

Einzelheiten verbergen Gemeinsame Bemerkung: - Im November 1666 wurde Johann Wolfgang Textor als Professor an die Universität Altdorf berufen, wo u.a. Gottfried Wilhelm Leibniz zu seinen Studenten gehörte. Am 22.2.1667 erfolgte Gottfried Friedrich Leibniz’ feierliche Promotion zum Doktor beider Rechte an der Universität Altdorf bei Nürnberg durch Johann Wolfgang Textor, Dekan der juristischen Fakultät.


Tod 14. November 1716 ‎(Alter 70)‎ Hannover
Anwesender: Dr. Johann Philipp Seip ‎(Alter 29)‎ - [Verwandtschaftsberechnung]

Todesursache: Gicht

Einzelheiten verbergen Gemeinsame Bemerkung: - Am 6. Juni 1716 kam Zar Peter von Russland nach Pyrmont und logierte mit seinem Vizekanzler Schaffiroff und den Leibärzten Areskin und Blumentrost in Seips Haus. Durch den Besuch des Zaren wurde Seip auch mit dem berühmten Philosophen Leibniz aus Hannover bekannt, bei dessen Tod im gleichen Jahr Seip als Arzt anwesend war.

Beerdigung 14. Dezember 1716 ‎(30 Tage nach Tod)‎ Neustädter Kirche

Grabstätte von Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz ‎(Neustädter Kirche)‎Grabstätte von Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz ‎(Neustädter Kirche)‎


Universelle ID-Nummer A1E38156C562304C8B79D367E582C153B752
Letzte Änderung 6. Januar 2016 - 16:34:23 - von: admin
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Familie der Eltern  (F335)
Friedrich Leibnütz
1597 - 1652
Catharina Schmuck
1621 - 1664
Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz
1646 - 1716


Bemerkungen

Bemerkung
Zeittafel ‎(nach Finster, van den Heuvel 1990)‎

“Sein Vater Friedrich Leibniz ‎(1597 - 1652)‎ war Aktuar und Professor für Morallehre an der Universität in Leipzig und in dritter Ehe mit Katharina, geb. Schmuck ‎(1621 - 1664)‎ verheiratet. ‎(vgl. Müller 1966, S. 6)‎. MÜLLER, Kurt: Gottfried Wilhelm Leibniz. In: TOTOK, Wilhelm ‎(Hrsg.)‎ ; HAASE, Carl ‎(Hrsg.)‎: Leibniz : sein Leben - sein Wirken - seine Welt. Hannover : Verl. für Literatur und Zeitgeschehen, 1966. - 552 S., S. 1 - 64

1653-1661 Schüler an der Nicolai-Schule zu Leipzig.

1661 - 66 Studium in Leipzig u. a. bei Jakob Thomasius, und Jena, u.a. bei Erhard Weigel ‎(Mathematik)‎
1667 Leibniz wurde ein Lehrstuhl an der Universität Altdorf angeboten, den er aber ablehnte. Leibniz wurde Sekretär der Rosenkreuzer in Nürnberg. Herbst: Abreise aus Nürnberg über Frankfurt a. M. nach Mainz. Bekanntschaft mit Johann Christian von Boineburg.

1671/72 Leibniz entwirft sein Consilium Aegyptiacum, einen Plan, Frankreichs Expansionsdrang von Holland abzuwenden und auf Ägypten zu richten.

Anmerkung: Lt. Finster, van den Heuvel, 1990 führte Leibniz bei späteren Sprachforschungen den Familiennamen "auf slavische Ursprünge zurück; Orts- und Flußnamen wie Lipnice, Lübnitz, Lipnita finden sich in weitere Streuung von Bayern bis zur Ukraine und in größerer Zahl auch zwischen Elbe und Saale, wo die Familie beheimatet war. Die uns vertraute Namensform gebrauchte Leibniz seit 1671".

1672 - 76 Aufenthalt in Paris. Begegnung mit dem Mathematiker Christiaan Huygens, dem Philosophen Antoine Arnauld u.a., Entdeckung der Infinitesimalrechnung.

1672/73 Bau eines ersten Modells der Rechenmaschine.

1673 Januar/Februar: Reise nach England. Am 19. April wird Leibniz in die Royal Society aufgenommen.

1676 Oktober: Abreise aus Paris. Über London, Amsterdam und Den Haag ‎(Treffen mit Spinoza)‎ reist Leibniz an seinen neuen Dienestort Hannover, wo er als Bibliothekar in die Dienste des Herzogs Johann Friedrich von Braunschweig- Lüneburg tritt.

1678 Ernennung zum herzoglichen Hofrat.

1678-86 Beschäftigung mit den Harzer Bergwerken. Pläne zur Brubenentwässerung durch Windkraft und zu anderen technischen Innovationen.

1679-1702 Briefwechsel ‎(mit Unterbrechungen)‎ mit J.B. Bossuet über die Reunion der christlichen Kirchen.

1684 Oktober: In den Acta eruditorum erscheint Leibniz' Nova Methodus pro maximis et minimis, seine erste Veröffentlichung zur Infinitesimalrechnung.

1685 Auftrag zur Abfassung der Geschichte des Welfenhauses.

1686/87 Philosophische Korrespondenz mit Antoine Arnauld. Discours de metaphysique.

1687-90 Reise zu hnistorischen Studien zum Urspurng des Welfenhauses über Frankfurt, Würzburg, München, Wien, Venedig, Ferrara, Rom, Neapel, Florenz, Bologna, Modena, Wien, Prag, Dresden, Rückkehr 1690 nach Hannover

1691 Januar: Ernennung zum Leiter der Wolfenbütteler Bibliothek

1693 Codex juris genitum diplomaticus ‎(vorwiegend bis dato nich gedruckte Urkunden des 12.-15. Jh.)‎

1696 Juli: Ernennung zujm brausnscheig-lüneburgeischen Geheimen Justizrat.

1697 April: Erstausgabe der Novissima Sinica. ‎(2. Aufl. 1699)‎.

1698-1706 Gespräche und Korrespnondenz mit dem Berliner Hofprediger D. E. Jablonski über die Union der protestantischen Kirchen.

1700: 13. März: Leibniz wir auswärtiges Mitglieder Academi des Sciences in Paris.
11. Juli: Der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. unterzeichnet die von Leibniz entworfene Stifungsurkunde der Sozietät der Wissenschaften. Leibniz wird am 12. Juli zu deren Präsidenten ernannt. Am 15. Juli wird er brandenburgischer Geheimer Justitzrat. November-Dezember: Reise nach Wien zu Reunionsgesprächen

1702 Sommer: Philosophische Gespräche in Lützenburg ‎(Charlottenburg)‎. Erste Aufzeichnung zur Theodicee.

1704 Januar-Dezember: Verhandlungen in Dresden über die Gründung einer sächsischen Akademie der Wissenschaften.

1705 Sommer: Abschluß des Manuskripts der Nouveax essais sur l'entendement humain.

1706-16 Briefwechsel mit Des Bosses.

1707 Mai-Juni: Reise nach Altranstädt ‎(wo sich Karl XII. von Schweden, August der Starke und der König von Polen aufhalten)‎, Halle und Wolfenbüttel.

1710 Essais de Theodicee in Amsterdam erschienen.

1711 Februar-Mai: Leibniz' letzter Aufenthalt in Berlin. Oktober: Erste Begegnung mit Zar Peter in Torgau.Leibniz wird auf Betreiben von Johann Fridrich von Braunschweig-Lüneburg für seine Verdienste bei der Kaiserkrönung von Karl IV. in den Freiherrenstand erhoben vgl. Mayerhöfer 1993, S. 13.

Anmerkung: dazu Finster und von den Heuvel 1990: "Für eine Verleihung des Adels an Gottfried Wilhelm Leibniz gibt es keinen Nachweis, auch wenn zahlreichen Publikationen späterer Zeit dem "Freiherrn von Liebnitz" dieses Prädikat zu sprachen. Er selbst hat sich aber seit 1700 beisweilen im Briefwechsel mit fürstlichen Personen und Beamten und in offiziellen Urkunden, wie der Ernennung zum Präsidenten der Berliner Akademie der Wissenschaften, des Adelsprädikats bedient, wobei Eitelkeiten des geschätzten Gesprächspartners und Beraters von Königen und Fürsten sowie das Ringen um Einfluß und Gewicht des bürgerlichen Gelehrten in der höfischen Gesellschaft zum Nutzen seiner zahlriechen Projekte gleichermaßen als Motive gedient haben mögen".

1712 November: Zweites Treffen mit Peter I. Er enennt Leibniz zum russischen Geheimen Justitzrat.

1712-14 Aufenthalt in Wien. Häufige Treffen mit dem Prinzen Eugen. Ernennung zum Reichshofrat. Vorschläge zur Errichtung eine Sozietöt der Wissenschaften in Wien. Abfassung der Monadologie und der Principes de la nature et da la grace fondes en raison.

1716 14. November: Leibniz stirbt Samstag abends gegen zehn Uhr nach kurzem Krankenlager an der Gicht in Hannover, Schmiedestr. 10. Der Leichnam wird in die Neustädter Kirche überführt und dort am 14. Dezember bestattet. Aus Reihen der Hofgesellschaft und der Beamtenschaft nahm niemand an diesem Abendbegräbnis teil. Universalerbe wird sein Neffe Simon Friedrich Löffler.

Anmerkung: Die familiäre Zugehörigkeit Simon Friedrich Löfflers zur Leibniz wird unterschiedlich dargestellt. Finster, van den Heuvel ‎(1990)‎ bezeichnen ihn als "Stiefsohn", v. Arnswaldt, W.C. ‎(1910)‎ als "Sohn" der Anna Catharina Löffler geb. Leibnitz.

Die vorliegende Leibniz-Genealogie stützt sich auf folgende Publikationen:

v.Arnswaldt, W. C. : Die Ahnentafel des Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz.; In: Mitteilungen der Zentralstelle für deutsche Personen- u. Familiengeschichte, Heft 7 ‎(1910)‎ S.61-67

Richter, Arnd, Meyer, Weert: Gottfried Wilhelm Leibniz - Pedigree and Ancestors. Knowl. Org. 23 ‎(1996)‎ No.2, S. 103-106

Weitere Literaturhinweise:

Finster, Reinhard; van den Heuvel, Gerd: Gottfried Wilhelm Leibniz. Rowohlt ‎(1990)‎. ‎[Allgemeine Darstellung mit Selbstzeugnissen, Bilddokumenten und Biobliographie]‎

Guhrauer, Gottschalk Eduard: Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibnitz. Eine Biographie. 2 Bde. Breslau ‎(1942)‎. - 2. erw. Aufl. ebd. 1846. - Nachdr. d. 2. Aufl. Hildesheim ‎(1966)‎.

Hünicken, R.: Der Philosoph Leibniz und seine hallischen Ahnen. In: Hallische Nachrichten v. 29.5.1933 ‎[Lindner-Linie]‎.

Kroker, E.: Leibnizens Vorfahren. In: Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde 19 ‎(1898)‎, p.315-338 ‎[nur Träger des Namens Leibniz, d.h. Stamm- bzw. Namenslinie]‎.

Lampe, I: Aristokratie, Hofadel u. Staatspatriziat in Kurhannover. Göttingen ‎(1963)‎, Vandenhoeck u. Ruprecht, Bd.II,
Ahnentafel 122, p.304.

Mayerhöfer, Josef: Leibniz und Wien : Ideen und Schicksale eines großen Bibliothekars und gesamteuropäischen Kulturpolitikers, der vergeblich nach Wien strebte. In: Biblos 42 ‎(1993)‎, Nr. 1, S. 1 - 25

Totok, Wilhelm ‎(Hrsg.)‎ ; Haase, Carl ‎(Hrsg.)‎: Leibniz : sein Leben - sein Wirken - seine Welt. Hannover : Verl. für Literatur und Zeitgeschehen ‎(1966)‎ - 552 S.

Bemerkung
Im vierten Semester zum Baccalaureus promoviert, verteidigte Gottfried Wilhelm Leibniz 1663 unter dem Vorsitz von Jakob Thomasius seine erste akademische Schrift, die "Disputatio metaphysica de principio individui", in der die Grundlagen seiner späteren Methaphysik bereits anklingen.

Bemerkung
­http­://­de­.­wikipedia­.­org­/­wiki­/­Gottfried_Wilhelm_Leibniz­
Geburt Eintrag des Vaters Friedrich Leibniz in die Hauschronik: „21. Junii am Sonntag 1646 Ist mein Sohn, Gottfried Wilhelm, post sextam vespertinam ¼ uff 7 uhr abents zur welt gebohren, Im Wassermann.
Ausbildung Im vierten Semester zum Baccalaureus promoviert, verteidigte Gottfried Wilhelm Leibniz 1663 unter dem Vorsitz von Jakob Thomasius seine erste akademische Schrift, die "Disputatio metaphysica de principio individui", in der die Grundlagen seiner späteren Methaphysik bereits anklingen.


Beziehung Im November 1666 wurde Johann Wolfgang Textor als Professor an die Universität Altdorf berufen, wo u.a. Gottfried Wilhelm Leibniz zu seinen Studenten gehörte. Am 22.2.1667 erfolgte Gottfried Friedrich Leibniz’ feierliche Promotion zum Doktor beider Rechte an der Universität Altdorf bei Nürnberg durch Johann Wolfgang Textor, Dekan der juristischen Fakultät.



Tod Am 6. Juni 1716 kam Zar Peter von Russland nach Pyrmont und logierte mit seinem Vizekanzler Schaffiroff und den Leibärzten Areskin und Blumentrost in Seips Haus. Durch den Besuch des Zaren wurde Seip auch mit dem berühmten Philosophen Leibniz aus Hannover bekannt, bei dessen Tod im gleichen Jahr Seip als Arzt anwesend war.



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Quellen
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Multimedia

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Büste des Gottfried W. Leibniz ‎(Walhalla, Regensburg)‎Büste des Gottfried W. Leibniz ‎(Walhalla, Regensburg)‎  ‎(M220)‎
Typ: Keine der obigen


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Gottfied Wilhelm Leibniz 1700 ‎(Gemälde von B. C. Francke, Herzog Anton Ulrich Museum)‎Gottfied Wilhelm Leibniz 1700 ‎(Gemälde von B. C. Francke, Herzog Anton Ulrich Museum)‎  ‎(M113)‎
Typ: Gemälde


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Grabstätte von Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz ‎(Neustädter Kirche)‎Grabstätte von Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz ‎(Neustädter Kirche)‎  ‎(M180)‎
Typ: Foto

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Familiendaten als Kind
Vater
Friedrich Leibnütz
Geburt 24. November 1597 Altenberg
Tod 5. September 1652 ‎(Alter 54)‎ Leipzig
24 Jahre
Mutter
 
Catharina Schmuck
Geburt 5. November 1621 46 30 Leipzig
Tod 6. Februar 1664 ‎(Alter 42)‎ Leipzig
#1
Dr. Gottfried Wilhelm Leibniz
Geburt 1. Juli 1646 48 24 Leipzig
Tod 14. November 1716 ‎(Alter 70)‎ Hannover


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