Stammbaum der Familie Willamowski

Prof. Dr. Christian Thomasius

Prof. Dr. Christian ThomasiusAge: 73 years16551728

Name
Prof. Dr. Christian Thomasius
Name prefix
Prof. Dr.
Given names
Christian
Surname
Thomasius
Birth January 1, 1655 32
EducationProf. Dr. Georg Beyer

Marriage of parentsProf. Dr. Jacob ThomasiusMaria Elisabeth EichhornView this family
September 19, 1664 (Age 9 years)

Religious marriageAuguste Christine HeylandView this family
February 17, 1680 (Age 25 years)
Address: Thomaskirche
Birth of a son
#1
Christian Polycarp Thomae
September 12, 1681 (Age 26 years)
Death of a sisterMaria Elisabeth Thomasius
February 6, 1684 (Age 29 years)
Death of a fatherProf. Dr. Jacob Thomasius
September 9, 1684 (Age 29 years)
EducationGeorg Friedrich Händel
1702 (Age 47 years)

EducationProf. Dr. Karl Gottlieb Knorre
1715 (Age 60 years)
Occupation
Jurist und Philosoph

Shared note:
Am 31. Oktober 1687, dem Reformationstag, k?ndigte Thomasius am Tor der Leipziger Universitätskirche unter dem Titel Discours Welcher Gestalt man denen Frantzosen in gemeinem Leben und Wandel nachahmen solle? eine deutschsprachige Vorlesung an. Wenn es sich auch weder ? wie vielfach behauptet ? um die erste deutschsprachige Vorlesungank?ndigung, noch um die erste Vorlesung in deutscher Sprache handelte, l?ste diese doch ebenso wie eine weitere Vorlesung ?ber die M?ngel der aristotelischen Ethik aus dem Jahr 1688 und die zwischen 1688 und 1689 publizierten Monats-Gespr?che heftige Reaktionen der f?hrenden Vertreter der Leipziger lutherischen Orthodoxie (Valentin Alberti, August Pfeiffer und Johann Benedikt Carpzov) aus. Thomasius selbst beschreibt die Reaktionen im Abstand von 30 Jahren folgenderma?en: Als ich für ohngefehr dreyszig Jahren ein teutsch Programma in Leipzig an das schwartze Bret schlug, in welchem ich andeutete, da? ich ?ber des Gracians Homme de cour lesen wolte, was ware da nicht für ein entsetzliches lamentiren! Denckt doch! ein teutsch Programma an das lateinische schwartze Bret der l?bl Universität. Ein solcher Greuel ist nicht erh?ret worden, weil die Universität gestanden. Ich muste damahls in Gefahr stehen, da? man nicht gar solenni processione das l?bliche schwartze Bret mit Weyhwasser besprengte. In der Folge versch?rften sich die Auseinandersetzungen. Der d?nische König Christian V. bezichtigte Thomasius des Hochverrats. Thomasius musste sich einer Anklage mit dem Vorwurf des Atheismus erwehren. Die Situation eskalierte mit der Publikation einer Schrift im Jahr 1689, in der Thomasius auf die h?fische Politik einzuwirken versuchte und in einem Eherechtsstreit Position gegen den kurSächsischen Hof bezog. In der Folge wurde Thomasius im März 1690 mit einem Lehr- und Publikationsverbot in Kurfürstentum Sachsen belegt. Thomasius verlie? daraufhin Leipzig und siedelte in das kurbrandenburgische Halle ?ber. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Druck der genannten Vorlesung: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/32306/3/
Death September 23, 1728 (Age 73 years)
Family with parents - View this family
father
mother
Marriage: September 19, 1664
-10 years
himself
sister
sister
sister
sister
brother
Father’s family with Maria Weber - View this family
father
step-mother
Marriage: 1653
Family with Auguste Christine Heyland - View this family
himself
wife
Marriage: February 17, 1680Leipzig
19 months
son
son
daughter
daughter

Marriage
Occupation
Am 31. Oktober 1687, dem Reformationstag, k?ndigte Thomasius am Tor der Leipziger Universitätskirche unter dem Titel Discours Welcher Gestalt man denen Frantzosen in gemeinem Leben und Wandel nachahmen solle? eine deutschsprachige Vorlesung an. Wenn es sich auch weder ? wie vielfach behauptet ? um die erste deutschsprachige Vorlesungank?ndigung, noch um die erste Vorlesung in deutscher Sprache handelte, l?ste diese doch ebenso wie eine weitere Vorlesung ?ber die M?ngel der aristotelischen Ethik aus dem Jahr 1688 und die zwischen 1688 und 1689 publizierten Monats-Gespr?che heftige Reaktionen der f?hrenden Vertreter der Leipziger lutherischen Orthodoxie (Valentin Alberti, August Pfeiffer und Johann Benedikt Carpzov) aus. Thomasius selbst beschreibt die Reaktionen im Abstand von 30 Jahren folgenderma?en: Als ich für ohngefehr dreyszig Jahren ein teutsch Programma in Leipzig an das schwartze Bret schlug, in welchem ich andeutete, da? ich ?ber des Gracians Homme de cour lesen wolte, was ware da nicht für ein entsetzliches lamentiren! Denckt doch! ein teutsch Programma an das lateinische schwartze Bret der l?bl Universität. Ein solcher Greuel ist nicht erh?ret worden, weil die Universität gestanden. Ich muste damahls in Gefahr stehen, da? man nicht gar solenni processione das l?bliche schwartze Bret mit Weyhwasser besprengte. In der Folge versch?rften sich die Auseinandersetzungen. Der d?nische König Christian V. bezichtigte Thomasius des Hochverrats. Thomasius musste sich einer Anklage mit dem Vorwurf des Atheismus erwehren. Die Situation eskalierte mit der Publikation einer Schrift im Jahr 1689, in der Thomasius auf die h?fische Politik einzuwirken versuchte und in einem Eherechtsstreit Position gegen den kurSächsischen Hof bezog. In der Folge wurde Thomasius im März 1690 mit einem Lehr- und Publikationsverbot in Kurfürstentum Sachsen belegt. Thomasius verlie? daraufhin Leipzig und siedelte in das kurbrandenburgische Halle ?ber. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Druck der genannten Vorlesung: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/32306/3/
Note
Media objectProf. Dr. Christian ThomasiusProf. Dr. Christian Thomasius
Format: application/octet-stream
Image dimensions: 495 × 599 pixels
File size: 60 KB
Type: Painting
Note: Von Johann Christian Heinrich Sporleder - http:/www.bildindex.de, Gemeinfrei, https:/commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=213335