Stammbaum der Familie Willamowski

Augustin SchurffAge: 53 years14951548

Name
Augustin Schurff
Name prefix
Prof. Dr.
Given names
Augustin
Surname
Schurff
Birth January 6, 1495 45 30
Death of a fatherDr. Johann Schurff
after 1505 (Age 9 years)
EducationDr. Johannes Magenbuch
December 9, 1523 (Age 28 years)
Birth of a daughter
#1
Magdalena Schurff
August 19, 1531 (Age 36 years)
Death of a wifeAnna Moschwitz
January 27, 1540 (Age 45 years)

Birth of a daughter
#2
Anna Schurff
1544 (Age 48 years)
Death of a wifeAnna Krapp
1547 (Age 51 years)

Death May 9, 1548 (Age 53 years)
Family with parents - View this family
father
mother
himself
-14 years
elder brother
Family with Anna Moschwitz - View this family
himself
wife
daughter
Family with Anna Krapp - View this family
himself
wife
daughter
daughter

Note
Augustin Schurff (* 6. Januar 1495 in St. Gallen; ? 9. Mai 1548 in Wittenberg; auch Augustin Schurpff) war ein deutscher Physiker und Mediziner. Leben [Bearbeiten] Als Jüngerer Bruder des Hieronymus Schurff stammte Augustin aus einer angesehenen Familie der Stadt St. Gallen, sein Vater Johann war dort Arzt. Mit 14 Jahren ging er 1509 nach Wittenberg, wo er sich im Wintersemester an der Universität Wittenberg immatrikulierte. Am 18. März 1512 erwarb er das Baccaulaurat und am 30. Januar 1516 den Magistergrad der Sieben Freien K?nste an der ArtistenFakultät. Am 28. Mai 1517 fand er Aufnahme in den Senat der philosophischen ArtistenFakultät, wurde im Wintersemester 1518 deren Dekan und bekam im selben Jahr die Professur für Logik und Physik ?bertragen. Schurff hatte bereits mit medizinischen Studien begonnen und promovierte im Sommersemester 1518 zum Baccalaureus der Medizin. Nachdem Peter Burckhard seinen medizinischen Lehrstuhl verloren hatte, bewarb sich Schurff um diese Aufgabe ? ebenso wie auch Stephan Wild. Man teilte den Lehrstuhl in praktische und theologische Medizin und Schurff ?bernahm die theologische Professur für ein Jahresgehalt von 50 Gulden. Um den akademischen Anforderungen gerecht werden zu k?nnen, promovierte er am 3. Juni 1521 zum Lizentiaten und am 12. Juni 1521 zum Doktor der Medizin. Die ersten Wittenberger Jahre Schurffs waren von materiellen Sorgen gepr?gt. für die bisherige Lehrart der Heilkunde, die sich nur nach alten griechischen und r?mischen Klassikern abwickelte, war es geradezu revolutionierend, dass Schurff 1526 in Gegenwart aller Dozenten und Studenten der medizinischen Fakultät einen menschlichen Kopf sezierte. Schurff hat dann später noch ?hnliche Zerlegungen des menschlichen K?rpers durchgef?hrt. Aus seiner praktizierenden T?tigkeit ist bekannt, dass f?hrende M?nner in Wittenberg, wie Martin Luther, Philipp Melanchthon und Johannes Bugenhagen, sich von ihm als Arzt beraten und behandeln lie?en. Melanchthon r?hmte ihn als eine Zierde der Leucorea. Aufgrund seines Rufes wurde er am 27. August 1529 zum Leibarzt am kurSächsischen Hof berufen und begleitete den damaligen Kurprinzen Johann Friedrich auf Reisen. Nachdem dieser Kurfürst geworden war, ernannte er ihn am 26. Januar 1533 zum Kurfürstlichen Leibarzt und zum Leibarzt am anhaltischen Hof in Dessau, was am 18. Mai 1537 erneuert und verl?ngert wurde. Diese Aufgaben hinderten ihn, seine Vorlesungen an der Universität im vollen Umfang zu halten. Dennoch ?bernahm er im Wintersemester 1518/19 das Dekanat der philosophischen Fakultät, in den Wintersemestern 1524, 1526, 1530, 1535, 1536 und im Sommersemester 1533 das Dekanat der medizinischen Fakultät. Auch stand er im Sommersemester 1525 und in den Wintersemestern 1537, 1545 als Rektor der Alma Mater sowie als Vizerektor im Sommersemester 1527 und Wintersemester 1527 an der Spitze der Universität. Obwohl Schurffs Zeit beschr?nkt war, widmete er sich auch schriftstellerischen T?tigkeiten, bei der er sich vor allem mit der Pest besch?ftigte. Sein B?chlein ?ber die Anfangsgr?nde der Medizin wurde auch nach seinem Tod noch als Leitfaden für Vorlesungen verwendet. Schurff hatte sich im Laufe seiner Amtst?tigkeit eine derart f?hrende Stellung in der medizinischen Wissenschaft erarbeitet, wie sie auch sein Bruder unter den Juristen besa?. Die Aus?bung seiner Praxis, dazu seine Professur (200 Gulden Jahresgehalt), brachten ihm steigenden Wohlstand, so dass er in Wittenberg mehrere ansehnliche Grundstücke erwerben konnte.während des Schmalkaldischen Krieges floh Schurff aus Wittenberg. Er starb 1548 nach seiner R?ckkehr in die Stadt. Auf dem Friedhof an der Wittenberger Stadtkirche, gegen?ber dem Eingang zur Superintendentur, wurde er beerdigt. Familie [Bearbeiten] Schurff hatte sich im Herbst 1522 mit Anna (Agnes), der Tochter des Torgauer Bürgermeisters Matth?us Moschwitz (Muschwitz) verheiratet, die jedoch schon am 27. Januar 1540 starb. Durch diese Ehe war er mit Jakob Milich verschw?gert. Daraufhin heiratete er Anna, die Tochter des Wittenberger Gewandschneiders und Bürgermeisters Hieronymus Krapp, eine Schw?gerin Melanchthons. Diese verstarb aber bereits im Juli 1547. Schurff hatte einige T?chter. Von ihnen sind bekannt: Seine ?lteste Tochter Magdalena (* 19. August 1531 in Wittenberg; ? 3. Januar 1606) ? diese ehelichte 1551 den verwitweten Lucas Cranach den Jüngeren; seine Tochter Margarethe heiratete am 25. September 1565 den Studenten Michael Dobergatz aus Berlin; Anna heiratete am 5. Februar 1566 den Magister Balthasar Rhau I. aus Naumburg, der später Professor der Theologie in Greifswald werden sollte. Werke [Bearbeiten] Consilia medica Disputatio de peste et de prima materie quae in arte medica traduntur quorundam perticularium morborum theoria ac practica Literatur [Bearbeiten] Nikolaus Müller: Die Wittenberger Bewegung 1521 und 1522. In: Archiv für Reformationsgeschichte. 1911. Walter Friedensburg: Geschichte der Universität Wittenberg. Verlag Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917. Heinz Kathe: Die Wittenberger Philosophische Fakultät 1501?1817. B?hlau, K?ln 2002, ISBN 3-412-04402-4 Helmar Junghans: Verzeichnis der Rektoren, Prorektoren, Dekane, Professoren und Schlo?kirchenprediger der Leucorea vom Sommersemester 1536 bis zum Wintersemester 1574/75. In: Irene Dingel und G?nther Wartenberg: Georg Major (1502?1574) ? Ein Theologe der Wittenberger Reformation. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02332-0 Julius Pagel: Schurff, Augustin. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 33. Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 86. Schurff, Augustin. In: Zedlers Universal-Lexicon. Band 35, Leipzig 1743, Spalte 1675.