Stammbaum der Familie Willamowski

Am 31. Oktober 1687, dem Reformationstag, k?ndigte Thomasius am Tor der Leipziger Universitätskirche…

Shared note
Am 31. Oktober 1687, dem Reformationstag, k?ndigte Thomasius am Tor der Leipziger Universitätskirche unter dem Titel Discours Welcher Gestalt man denen Frantzosen in gemeinem Leben und Wandel nachahmen solle? eine deutschsprachige Vorlesung an. Wenn es sich auch weder ? wie vielfach behauptet ? um die erste deutschsprachige Vorlesungank?ndigung, noch um die erste Vorlesung in deutscher Sprache handelte, l?ste diese doch ebenso wie eine weitere Vorlesung ?ber die M?ngel der aristotelischen Ethik aus dem Jahr 1688 und die zwischen 1688 und 1689 publizierten Monats-Gespr?che heftige Reaktionen der f?hrenden Vertreter der Leipziger lutherischen Orthodoxie (Valentin Alberti, August Pfeiffer und Johann Benedikt Carpzov) aus. Thomasius selbst beschreibt die Reaktionen im Abstand von 30 Jahren folgenderma?en: Als ich für ohngefehr dreyszig Jahren ein teutsch Programma in Leipzig an das schwartze Bret schlug, in welchem ich andeutete, da? ich ?ber des Gracians Homme de cour lesen wolte, was ware da nicht für ein entsetzliches lamentiren! Denckt doch! ein teutsch Programma an das lateinische schwartze Bret der l?bl Universität. Ein solcher Greuel ist nicht erh?ret worden, weil die Universität gestanden. Ich muste damahls in Gefahr stehen, da? man nicht gar solenni processione das l?bliche schwartze Bret mit Weyhwasser besprengte. In der Folge versch?rften sich die Auseinandersetzungen. Der d?nische König Christian V. bezichtigte Thomasius des Hochverrats. Thomasius musste sich einer Anklage mit dem Vorwurf des Atheismus erwehren. Die Situation eskalierte mit der Publikation einer Schrift im Jahr 1689, in der Thomasius auf die h?fische Politik einzuwirken versuchte und in einem Eherechtsstreit Position gegen den kurSächsischen Hof bezog. In der Folge wurde Thomasius im März 1690 mit einem Lehr- und Publikationsverbot in Kurfürstentum Sachsen belegt. Thomasius verlie? daraufhin Leipzig und siedelte in das kurbrandenburgische Halle ?ber. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Im April 1690 wurde Thomasius zum Kurfürstlichen Rat ernannt. Er hielt juristische und philosophische Vorlesungen an der Ritterakademie in Halle und wurde so zum Gr?ndungsmitglied der Juristische Fakultät der Friedrichs-Universität Halle, die auf wesentliches Betreiben Thomasius' von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gestiftet und am 11. Juli 1694 in der Ratswaage am Halleschen Marktplatz feierlich eröffnet wurde. Druck der genannten Vorlesung: http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/32306/3/
Last change September 9, 201913:45:24

by: Dr. Marcus Willamowski
Given names Surname Sosa Birth Place Death Age Place Last change
Prof. Dr. Johann Benedikt Carpzov II
April 24, 1639380Leipzig0March 23, 169932059LeipzigSeptember 9, 2019 - 2:18:14 p.m.
Prof. Dr. Christian Thomasius
January 1, 1655364Leipzig4September 23, 172829173Halle (Saale)September 6, 2019 - 9:54:02 a.m.